Die Oma schwimmt gesundheitlich derzeit wieder obenauf. Nach einigen bangen Tagen und der immer noch andauernden Ungewissheit, was ihr nun eigentlich fehlt, entspannt sich die Lage bei uns wieder etwas und jeder geht wieder seiner Wege.
Ich zum Beispiel gehe jetzt ins Zumba.
Ich weiß gar nicht genau, wie ich da wieder reingerutscht bin. Der Kurs ist abends, wenn ich an sich gerne meine Ruhe habe. Aber eine meiner lieben Freundinnen fragte euphorisch "heeeeey Mia! Wir wollen ins Zumba, du gehst doch auch mit, oder? Hast ja schon seit Jahresbeginn davon geredet, endlich ein bisschen abzunehmen."
Wumm.
Das saß.
Bei solchen Freunden braucht man wirklich keine Feinde.
Natürlich meldete ich mich nun beim Kurs an.
Wie erwartend ist die Kursleitung jünger als wir alle, braun gebrannt und bildschön. Ach ja, und kinderlos. Motiviert beginnt sie mit der ersten Schrittfolge, was bei ihr fantastisch und bei uns blöd aussieht.
"Ihr kommt alle super mit!", lacht sie, während der Schweiß ihr perlend vom Hals läuft. Gemeinheit. Wir sind alle rot im Gesicht, sie nicht. Aber sie ist so hübsch, dass man ihr deswegen nicht lange böse sein kann.
"Wer von euch will ein bisschen abnehmen!?", ruft sie in die Runde.
Zwölf Hände - mehr Teilnehmer gibt es nicht - schießen in die Höhe.
"Oooookay, dann mal mehr Tempo hier! Auf geht's! Boom! Boom! Boom boom boom! Und jetzt die Beine! Single, single, double. Wooohoooo!"
Wir machen nicht woohoo. Dazu hätte ich auch gar keinen Atem mehr.
Spaß macht die Sache schon, das gebe ich gerne zu. Und die hübsche Kursleitung versichert uns, dass wir in ein paar Wochen die Schritte kennen werden und die Sache leichter wird.
Darauf hoffe ich nun mal. Denn der Muskelkater am nächsten Tag war wirklich fies...