Montag, 30. April 2012

Das bisschen Haushalt..

Montag ist bei uns traditionell Aufräumtag. Gestern waren wir ja viel unterwegs, da blieb der Haushalt liegen. Ich beruhigte mein schlechtes Gewissen, das unweigerlich kam als ich sah, was alles zu tun wäre und dachte: das machst du eben morgen. 

Natürlich hatte ich heute auch nicht mehr Lust als gestern auf die Arbeiten, die zu erledigen waren, also begab ich mich erst einmal an den Laptop und suchte ein schönes Kuchenrezept. Mit Backen kann man mich immer trösten und wenn im Haushalt alles erledigt wäre, könnte ich dann noch einen tollen Kuchen backen. Momentan schwanke ich noch zwischen einem Rotweinkuchen und diesem Multivitaminkuchen. Da ich aber noch einen Rest Rotwein habe, der sowieso weg muss, wird es wohl ersterer werden.
Ich begann ganz klassisch mit saugen. Erst das Erdgeschoss, dann oben. Wo ich schon mal oben war, bezog ich gleich die Betten im Schlafzimmer neu. Dann ran an den Geschirrspüler und anschließend die Waschmaschine einschalten. Eine bereits trockene Wäsche konnte ich gleich vom Ständer nehmen und verräumen. Dazu hatte ich die ganze Zeit den Singsang meiner Kinder im Ohr. Das eine erzählte immer noch vom Sand und dem Schaufelbagger, das andere sagte "dada!", sabberte passioniert auf den teuren Schlafzimmerteppich und stopfte sich Fusseln in den Mund. Wie schön muss Haushalt machen sein, wenn man die Kinder nicht neben sich sitzen hat!
Der Große warf dann noch sein Saftglas um - es landete zur einen Hälfte auf dem Glastisch, der natürlich erst frisch geputzt war und zur anderen auf dem beigen Teppich. Also im Anschluss noch ein bisschen auf den Knien herum gerutscht und Teppich gereinigt. 

Nachmittags machen wir dafür einen kleinen Ausflug zum Einkaufen und backen dann unseren Kuchen. Wenn ich mich mal für einen entschieden habe, denn Lust habe ich eigentlich mehr auf den Zweiten. Jetzt schleiche ich mich noch schnell auf den Balkon in die Sonne, solange die Kids noch schlafen. Denn dieser herrliche Frieden kann jeden Moment vorbei sein...  

Sonntag, 29. April 2012

Sonntag

Wir hatten heute einen richtig tollen Tag. 

Gestern war es richtig heiß. In der prallen Sonne konnte ich mich mit dem Kleinen nicht lange aufhalten, also setzten wir uns mit einer Decke in den Schatten ins Gras, wo er ein paar Zeitschriften mit seinen kleinen, mittlerweile niedlich-speckigen Fingerchen zerfetzte.
Erst freuten wir uns über den Sonnenschein, mittags war es dann aber doch zu heiß. Also freuten wir uns auf heute, denn da sollte es eher bewölkt werden. Warm war es heute auch richtig toll, aber eben nicht so schwül-heiß. 
Ich packte ein paar Sachen und wir fuhren ca. 10 Minuten in einen kleinen, bedeutungslosen Ort mit einem riesigen Park. Der Ort besteht quasi nur aus dem Park und ein paar Häusern drumherum. 
Sofort war der Große begeistert. Er klemmte sich seinen Schaufelbagger unter den Arm und sicherte sich den besten Platz in einem der zahlreichen Sandkästen. Ich schnappte mir das Baby und schaukelte es ein bisschen, auf dem Spielplatz gab es nämlich sogar eine Babyschaukel. Währenddessen beobachtete ich die Leute. Es waren eigentlich so gut wie alle Altersgruppen anwesend - ältere Paare, Familien mit kleinen Kindern, Singles mit Hunden, schwatzende Freundinnen. Viele der älteren Paare lächelten, als sie mich mit den Kindern sahen. Ich kam nicht umhin, mich zu fragen: haben diese Paare selbst Kinder gehabt und lächeln uns zu, weil sie selbst schöne Erinnerungen an die Zeit mit kleinen Kindern haben oder hatten sie nie welche und lächeln, weil sie es schön finden, welche gehabt zu haben? Ja, wenn ich möchte, denke ich wirklich über a-l-l-e-s nach. 
"Guck mal Mama, eine Kuh!" Der Große hat sich im Sandkasten aufgerichtet und zeigt in die Ferne. Ich folge seinem ausgestreckten, sandigen Zeigefinger und verstehe, was er meint. Zwei Reiter auf Pferden reiten etwas weiter weg vorbei. Hinter ihnen trottet ein kleines, braun-weiß gestreiftes Pony. 
"Nein Liebes, das ist keine Kuh, das ist ein Pferd."
"Muh?"
"Nein, nicht Muh, Liebes. Pferde machen nicht 'muh'."
"Wie machen denn Pferde?"
"Na ja, eher so: wiiiihahaaaa!"
Zwei Jugendliche auf Skateboards, die vorbei fahren, sehen mich belustigt an. Hätte ich in ihrer Situation bestimmt auch witzig gefunden: da steht eine aus ihrer Sicht alte Schrulle und wiehert wie ein Gaul. Das nächste Mal drehe ich mich erst um, ehe ich ein Tiergeräusch nachahme. Nur so, um auf Nummer sicher zu gehen, dass mich niemand dabei erwischt. 

Nach ein paar Stunden machen wir uns ausgepowert auf den Heimweg. Überall ist Sand, selbst das Baby hat welchen im Mund, dabei war er nicht mal im Sandkasten. Als wir zu unserem Haus kommen, zieht unser jugendlicher Nachbar seine Rollos gerade in die Höhe. Er war die ganze Nacht fort und für ihn beginnt nun am frühen Abend der Tag, während unserer bereits zu Ende geht. 
Ich gehe nun erst mal duschen. Schließlich muss ich mich ja auch vom Sand befreien. ;)  


Samstag, 28. April 2012

Like Ice In The Sunshine

Wir hören Radio, während wir durch die Küche tanzen. Zumindest der Große und ich. Der Kleine sitzt auf dem Boden, spielt mit seinem Fühlbuch und schüttelt begeistert seine Ärmchen, während er uns zusieht. Man merkt, er will auch schon mitmachen. Nächstes Jahr, Liebes!

Heute sollen es 30°C Grad werden! Wie gestern auch ziehen wir uns heute wieder hochsommerlich an. Din Mäntel und Stiefel, die bisher die Garderobe im Flur bevölkerten, werden ganz schnell in die hinterste Ecke vom Schrank verbannt. Her mit den Ballerinas, den FlipFlops und (für die Jungs, ich besitze leider keine) den Chucks!

Wir machen für heute Mittag einen bunten Salat. Die Kinder knabbern ein Stück Gurke. Ich sehe aus dem Fenster in den strahlenden Sonnenschein, wo der Papa der Kids im Garten ein Gemüsebeet für mich anlegt. Im Kühlschrank wartet ein alkoholfreies Himbeertiramisu auf uns, auf das sich die ganze Familie als Nachspeise freut. Ein paar Himbeeren haben wir schon genascht und für den Kleinen habe ich welche in seinen Morgenbrei püriert. 

Oh. Nun wird ein trauriges Lied gespielt. Schnell machen wir das Radio aus und singen selbst. Damit wir ewig so weiter tanzen können.
Wie könnte man an einem solchen Tag nicht glücklich sein?

Freitag, 27. April 2012

Vorurteile?

Gestern Nachmittag haben wir die Großeltern der Kids besucht. Da das Wetter toll war, wollte ich zu Fuß gehen. Zu den Großeltern geht's aber circa 45 Minuten steil bergauf, das wollte ich dem Großen nun in der prallen Mittagssonne nicht antun. Also wurde er vom Opa chauffiert, während ich mich und den Kinderwagen mit dem Baby darin den Berg hochquälte. Das hatte neben dem garantiert enormen Kalorienverbrauch einen weiteren, unbestreitbaren Vorteil: Ruhe. Das Baby schlief, also hatte ich Zeit, nachzudenken. Einfach mal so, fast eine Stunde lang. 
Ich begann, an eine Freundin zu denken. Wir lernten uns kennen, als wir beide vierzehn waren. Erlebten die Pubertät zusammen. Sie machte schließlich ihr Abitur, lebt mittlerweile in Berlin und studiert dort Kunstgeschichte. Mit ihrem Freund, der ebenfalls ein Künstler ist, bereist sie die ganze Welt. Ich habe den mittleren Bildungsabschluss, eine Büroausbildung - und Kinder. Letztens besuchte sie mich, da sie in der Nähe war und natürlich kamen wir irgendwann auf unsere unterschiedlichen Lebensstile zu sprechen.
"Du, sag' mal", kam es schließlich. Dabei hatte sie einen Gesichtsausdruck, als wolle sie ein unangenehmes Thema anschneiden.
"Waren eure Kinder eigentlich - nun ja - Wunschkinder?"
"Absolut!", lachte ich. 
"Nein, ich meine - hattet ihr das so geplant?"
Ich nickte ernst, murmelte noch etwas wie "ja, haben wir", machte mir aber im gleichen Augenblick sofort Gedanken. War es denn wirklich so ungewöhnlich, dass wir uns mit Anfang 20 schon für Kinder entschieden hatten? 
Ich hatte immer gewusst, dass ich früh Kinder haben möchte. Geplant waren immer 3, doch momentan sieht es so aus, als würde es bei meinen beiden Jungs bleiben. Obwohl wir Kinder haben können wir gut leben, haben ein Haus gekauft, machen ab und an einen Ausflug und sind zufrieden mit unserem Leben. 
Natürlich ist es nicht vergleichbar damit, um die ganze Welt zu jetten. Natürlich bleibt die Zeit zu zweit auf der Strecke, was mir unglaublich fehlt. Aber das kommt wieder. Und dann sind wir beide immer noch jung. Ich kann gar nicht nachvollziehen, wieso man sich wegen der Entscheidung, wann man Kinder bekommt, rechtfertigen muss. Für uns war es das richtige. Ich würde es wieder genauso machen. 

Im Sommer werde ich siebenundzwanzig. Vielleicht besucht sie mich da wieder, hat sie gemeint. Vielleicht stopfe ich mir dann ein Kissen unter das T-Shirt. Nur so aus Spaß, um sie ein bisschen zu schocken ;)

Donnerstag, 26. April 2012

Backe, backe Kuchen

Es fühlt sich schon beinahe wie Sommer an. 
Heute ist das Wetter hier nicht nur frühlingshaft, sondern schon sommerlich. Wir wurden am Morgen, als wir wie üblich aus dem Fenster schauten, von der strahlendsten Sonne begrüßt. Also zogen wir uns alle drei sommerlich an: ich mit 3/4 Hose und T-Shirt, die Jungs mit kurzen Jeans und ebenfalls T-Shirts. Endlich musste ich ihnen mal keine Strumpfhosen anziehen. Nach gut sechs Monaten, in denen beide eigentlich so gut wie jeden Tag eine trugen, freut mich allein schon diese kleine Tatsache ungemein. 

Von der guten Laune des Wetters angesteckt waren auch meine Kinder heute die bravsten, die man sich nur wünschen kann. Der Große schon begeistert seine   Autos durch's Haus, der Kleine saß auf dem Teppich, wackelte mit den Füßchen und telefonierte mit seinem Spielzeugtelefon. Ich hatte also massig Zeit. Das kam mir heute ganz recht, hatte ich doch in der Backstube einiges zu tun. 

Erst mal machte ich einen Kuchen, und zwar diesen hier, einen Marmorkuchen, der sehr saftig wird, weil in den hellen Teig Eierlikör kommt und in den dunklen Nutella. Da ich von der letzten Eierlikörtorte noch Eierlikör übrig hatte und nicht wusste, was ich damit anstellen soll, kam mir das Rezept sehr recht, denn nun ist der Likör auch aufgebraucht.

Dann bereitete ich noch einen Schmandkuchen zu. Das ist ein pikanter Kuchen, ähnlich einer Quiche mit Schinken-Käse-Füllung. Hier das Rezept:

Für den Teig
375 g Mehl
1 Becher Schmand
1/2 TL Salz
1 Pk Trockenhefe
210 g Butter/Margarine

Für die Füllung
1 Ei
1 Becher Schmand
200 g Schinken
200 g geriebenen Käse
Salz, Pfeffer
Kräuter
Pizzagewürz

Für den Teig alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit den Knethaken zu einem glatten Teig verarbeiten. Natürlich kann man den Teig auch von Hand kneten, aber die Teigmaschine macht das eigentlich immer recht schön.

Während der Teig knetet, die Füllung in einer Schüssel zubereiten. Schmand mit Ei, Gewürzen und Kräutern mischen. Geriebenen Käse zugeben. Schinken in winzig kleine Würfel schneiden, zugeben und alles kräftig verrühren. Abschmecken. 

Eine Springform mit Backpapier auslegen. Die Hälfte vom Teig einfüllen, mit einem Teigroller oder den Händen auf dem Boden verteilen und rundherum einen Rand hochziehen. Die Füllung auf den Teig geben. Aus dem restlichen Teig nun dünne, lange Rollen formen und diese über Kreuz auf den Teig legen, sodass ein Gitter entsteht. 

Ofen auf 175°C Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Auf der mittleren Schiene ca. 1 Stunde backen. Dann den Ofen ausschalten und noch ca. 10 Minuten im Ofen stehen lassen. 

Wir essen den Schmandkuchen gerne lauwarm, dazu passt ein gemischter Salat. Heute habe ich ihn schon vorbereitet, weil ich nachmittags mit den Kids die Verwandtschaft besuche und dann abends bloß kurz aufwärmen brauche. 
Und hier sind noch zwei Bilder, wie die beiden Kuchen geworden sind:

Marmorkuchen

Schmandkuchen


So, ich bin dann mal beim Essen ;)

Mittwoch, 25. April 2012

Rezeptidee

Soll ich euch mal unsere aktuelle Lieblingsnachspeise vorstellen?
Schokogrießbrei!
Natürlich achte ich als Mutter eines dreijährigen Sohnes auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung. Aber deshalb gibt's bei uns trotzdem manchmal etwas, was nicht unbedingt gesund ist, sondern einfach gut schmeckt.

Hier das Rezept (für ca. vier kleine Dessertschälchen):

500ml  Milch
1 EL Zucker
1 EL Kakaopulver, entölt
100 g Zartbitterschokolade
4-5 EL Weichweizengrieß

Die Milch mit dem Zucker, Kakaopulver und der klein gebröckelten Schokolade in einen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen. Den Topf vom Herd nehmen und mit dem Schneebesen langsam 4 EL Grieß einrühren. Nochmals kurz auf die Herdplatte, dann beiseite stellen und einige Augenblicke quellen lassen. Ist der Grießbrei noch zu flüssig kann man noch einen kleinen, fünften Esslöffel Grieß unterrühren. In kleine Schälchen stellen und voila! Fertig. 

Und so soll das ganze dann aussehen:


Edit

Jaaaaaa! Ich hab's gefunden! Ab jetzt wird meine vielleicht noch steigende Leserzahl links oben angezeigt. Eine tagelange Schnitzeljagd geht endlich zu Ende. Youza! ;)

Wo das Christkind wohnt

Ich bin seit gut einer Stunde wach. Das Baby war um die Zeit mal wieder am nörgeln, da dachte ich, ich stehe gleich auf, frühstücke in Ruhe, schreibe dabei vielleicht die ein oder andere Liste und mache danach meinen Sport. 
Als ich ins Bad ging, war die Welt noch in Ordnung. Bis ich beim Spiegel ankam.  Routinemäßig warf ich einen Blick hinein.
Und erkannte mich kaum. 
Ich hatte mir einen neuen Puder gekauft und gestern das erste Mal benutzt. Was soll ich sagen: ich scheine ihn nicht zu vertragen. Mein ganzes Gesicht ist krebsrot. Die Wangen und die Augen sind extrem geschwollen. Dass ich überhaupt etwas sehen kann grenzt an ein Wunder. Überall spannt und zieht die Haut. Na da wird sich meine Freundin mit ihrem Neugeborenen heute freuen, wenn wir sie besuchen. Hoffentlich erschrickt sich die Kleine nicht vor mir. 

Gestern saß ich mit dem Großen und dem Kleinen auf dem Teppich zum Spielen. Der Kleine schlabberte hingebungsvoll an der Ecke eines Bilderbuches herum, der Große betrachtete einen Werbezettel, der in der Hauspost gewesen war. Darauf zu sehen: ein Bulldog mit Pedalen für Kinder zum Draufsetzen. Fand er klasse. 
"Das sag' ich dem Christkind, dass ich so einen möchte!"
Ich nickte, murmelte dabei, dass er sich diesen Wunsch gut merken solle, da ja gerade erst der Osterhase weggehoppelt war und das Christkind noch nicht sobald zu uns käme. Da kam sie, seine Frage. Mitten aus dem Nichts.
"Mama, wo wohnt denn das Christkind!?"
Ich war paralysiert. Was sagt man denn zu so einer Frage vom Dreijährigen!? Ich wähnte mich vor solch elementaren Fragen eigentlich relativ sicher und dachte, die kämen erst mit vier Jahren. 
Ich war also sprachlos. Fieberhaft überlegte ich, doch auf die Schnelle fiel mir nichts ein. Langsam wurde er ungeduldig. Also griff ich zum ältesten Trick der Welt und sagte: "Das Christkind wohnt, äh, in der Nähe vom Nikolaus!"
Gott sei Dank ließ er das Thema dann auf sich beruhen. 

Dienstag, 24. April 2012

Jubiläum/5 Dinge

Gestern hatte ich ein kleines Jubiläum: ich hatte den genau 100. Seitenaufruf, seit ich hier angemeldet bin! Und nein, ich habe die Option, meine eigenen Seitenaufrufe mitzuzählen, ausgeschaltet. Hat mich auf jeden Fall gefreut!

Heute früh lag ich neben meinem Baby im Bett und dachte darüber nach, wie ich den Tag mit den Kids gestalten könnte. Dabei dachte ich über die Dinge nach, die ich jeden Morgen mache. Und damit meine ich nicht so Sachen wie Zähne putzen oder anziehen, sondern was sonst noch jeden Morgen bei mir dran ist. 

1. am Baby schnuppern 

Ich liebe den Geruch von Babys. Diesen ihnen ganz eigenen Duft nach Unschuld und Babyöl und Niedlichkeit, die diese kleinen Wesen verströmen. Ich kriege nie genug davon. Wir sehen uns zwar sowieso die ganze Nacht, weil der Kleine gut sieben Mal kommt, aber jeden Morgen atme ich berauscht seinen süßen Babygeruch ein. 

2. Brei pürieren 

Der Kleine ist ein anspruchsvoller Esser. Immer schon gewesen. Während alle anderen Babys aus unserem Bekanntenkreis bereits mit vier Monaten ihre ersten Breierfahrungen sammelten, stillten wir sechs Monate voll und starteten dann motiviert mit Pastinake. Keine Chance. Ebenso jedes andere Gemüse. Die Kinderärztin riet und drängte, es einmal mit Obst zu versuchen. Dies schmeckte zwar auch nicht recht, wurde jedoch besser angenommen. Seit neuestem kämpfen wir uns nun mittags wieder mit dem Gemüsebrei herum. Spaß macht's ihm nicht, aber es läuft schon besser.
Jeden Morgen jedenfalls püriere ich ihm seinen vormittäglichen Obstbrei. Von Apfel-Banane über Birne zu Kiwi und Trauben schmeckt ihm mittlerweile alles. 

3. Sport

Ehe die Kids wach werden, schleiche ich mich ein Stockwerk tiefer und schwinge mich für 25 Minuten auf den Hometrainer. Dadurch werde ich wach und außerdem komme ich den Rest des Tages sowieso nicht mehr dazu. 

4. in den Himmel gucken

Der Große und ich schauen aus dem Fenster. Wie sieht das Wetter heute aus?
"Sieht gut aus Mama. Da können wir heute spazieren gehen!"
Ich gebe ihm Recht. Gestern waren wir bloß kurz draußen, heute ist - sollte das Wetter so gut bleiben - ein ausgiebiger Spaziergang mit Ziel beim örtlichen Lieblingsspielplatz vom Großen geplant. 

5. Listen schreiben

Beim Frühstück kommen mir meist die Ideen: Nutella geht aus, wir brauchen Nachschub. Einen Marmorkuchen könnte ich wieder mal backen. Was brauche ich dazu alles? Mein Mann braucht ein neues Duschgel, das jetzige ist fast leer. Da ich noch vor meinem "Morgensport" frühstücke, tue ich dies meist allein und dann fallen mir die ganzen Dinge ein, die ich tagsüber mit den Kids vergesse. Dann schreibe ich schnell eine Liste und wenn wir am gleichen Tag noch aus dem Haus gehen, wird eingekauft. 

So, es ist schon gleich acht Uhr und die Kids sind immer noch in Schlafrobe. Der Große wollte heute erst frühstücken, ehe wir ihn anziehen und der Kleine kann sich's ja sowieso noch nicht aussuchen. Na, dann nehmen wir's mal in Angriff!

Montag, 23. April 2012

Tagesschau

Der Geburtstag gestern lief richtig gut. Morgens um 8 Uhr zogen der Große und ich los, um das Restaurant zu dekorieren. Geplant war ja eigentlich, dass ich alleine gehe, aber als der Große spitz gekriegt hat, dass ich vorhabe, ohne ihn das Haus zu verlassen, hat er sich mir in der gewohnten Weise ans Bein geklammert, sodass ich ihn dann doch mitgenommen habe. Während ich gewerkelt habe, saß er auch erstaunlich brav auf der Bank oder war ruhig in der Spielecke - anscheinend ganz ergriffen, dass er tatsächlich mitgehen durfte. 

Mittags dann zum Essen. Im ganzen Restaurant gibt es nur zwei Kinderstühle - wir hatten unseren Tisch extra mit zwei Hochstühlen reserviert. Nun kam noch eine Familie mit Kind, die aber sogar den Kinderwagen mithatten. Aber uns wurde dann kommentarlos der zweite Kinderstuhl weggenommen. Begründung: die anderen Gäste brauchen ja auch einen. Also musste ich während dem Essen dann eins der Kinder auf dem Arm jonglieren, denn wir waren mit dem Auto gekommen und hatten keinen Kinderwagen mit. Ich glaube, so schnell habe ich noch nie gegessen. 

Nachmittags dann Erdbeertorte und Fettgebäck. Man war gemütlich beisammen, die Kinder spielten oder stopften sich mit Süßigkeiten voll, die Erwachsenen saßen auf der Couch. Der Große, an sich ja schon ein sehr aktives Kind, wurde aufgrund seiner zurückliegenden Krankheit für zu dünn befunden und daher mit übrig gebliebener Osterschokolade vollgestopft. Eigentlich wissen sie es ja, dass er nach Zucker noch mehr aufdreht. Gestern bin ich dann einfach mal sitzen geblieben und die Schokoladengeber durften ihm dann durchs ganze Haus hinterher jagen. Ich bin gespannt, ob das etwas am zukünftigen "Fütterungsverhalten" ändert. 

Alles in allem ein schöner Tag und auch über meine improvisierte Tischdeko hat der Jubilar sich gefreut. Warte nur ab, habe ich zu ihm gesagt, was ich mir alles zu deinem 80. Geburtstag einfallen lasse!

Als wir dann zu Hause waren, klingelte das Telefon. Meine Freundin hat gestern ihr Baby bekommen. Zwölf Stunden Wehen und dann doch wieder ein Kaiserschnitt.