Dienstag, 8. Januar 2013

How I Met Your Father - Part XV

Kinder, ihr werdet es kaum glauben, aber ja: ich nahm tatsächlich wieder Kontakt zu Lukas auf. 
Es war nicht so, dass ich mich mit ihm über Sebastian hinweg trösten wollte; eher so, dass ich versucht hatte, mich mit Sebastian über Lukas hinweg zu trösten. Doch ich schaffte es bereits nach einer Woche, alle SMS von Sebastian aus meinem Handy zu löschen. So dachte ich zumindest. Die von Lukas bewahrte ich Monate auf. 
Also schrieb ich ihm eine unverbindliche SMS. Und wir telefonierten. Und schließlich trafen wir uns wieder. 
Natürlich hatten unsere Probleme sich nicht in Luft aufgelöst. Doch ich war nicht stark genug, es ernsthaft ohne ihn zu versuchen. 
Tante Sandra sah das ganz anders. Sie war immer noch schwer geschädigt durch den Verrat von Lukas' Freund Robert. "Der ist doch auch nicht anders!", sagte sie über Lukas. "Du wirst dich bei ihm nie sicher fühlen können. Du musst jede Minute damit rechnen, dass er es sich anders überlegt und es plötzlich aus ist zwischen euch. Willst du das wirklich?"
Nein, das wollte ich nicht. Aber ich hatte ja oft genug bewiesen, dass ich von Lukas nicht richtig los kam, also trafen wir uns immer öfter.
Als er eines Abends bei mir war, bekam er mein Handy in die Finger. Anscheinend hatte ich alle SMS von Sebastian gelöscht - außer eine. Und genau diese las Lukas nun.
"Wer hat dir da geschrieben?", wollte er wissen. Ich besah mir kurz den Text. 
"Sebastian", antwortete ich dann.
"Wer ist das?" Er blieb total ruhig, aber irgendwie traute ich dem Frieden nicht. 
"Das ist der Kerl, mit dem ich nach dir was hatte."
"Ah."
Er tat so, als wäre nichts weiter, doch irgendetwas hatte sich verändert. Wie ich später heraus fand hatte er (er!! Aussehenstechnisch nach wie vor der Porsche unter den Autos!) in der Zeit unserer Trennung niemanden kennen gelernt - weil er es nicht wollte. Und es hatte ihn erschüttert, zu sehen, dass ich versucht hatte, weiter zu machen. 

Doch vorerst blieben wir zusammen. Die Streitereien häuften sich. Obwohl wir beide es wollten und es versuchten, lief es nicht richtig. Zu viel schien zwischen uns zu stehen. Was für mich begonnen hatte wie ein Märchen, entwickelte sich zu einem Alptraum.
Er fing an, mich schlecht zu behandeln. Wenn ich daneben stand, sprach er andere Frauen an, um meine Reaktion zu testen. Ich umgekehrt durfte mit keinem fremden Mann reden, weil er durch die Erfahrung mit Sebastian Angst hatte, ich könne mich für jemand anderen interessieren. Wir drehten uns im Kreis. Und es lief immer schlechter. 

Aber ich hatte noch nicht die Kraft, es zu beenden. Obwohl ich merkte, dass ich kaputt ging. Aber ich hatte Angst, mich ohne ihn noch viel kaputter zu fühlen. Also ging es weiter wie gehabt. 
Bis zu unserem letzen, alles entscheidenden Streit. Und gleichzeitig dem letzten Mal, bei dem ich "meinen" Lukas sah..

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Viel kommt nicht mir, wir sind schon quasi beim Finale :)

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  2. Ja....hibbelhibbel...bald kommt das Finale! Ich bin schon so gespannt!

    Zum Glück hast du es geschafft dich von Lukas zu trennen!

    Ich drück dich!
    Jenny

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    1. Rückblickend war das wirklich die beste Entscheidung, die ich treffen konnte. Aber es hat sehr lange gedauert, bis ich das eingesehen hab. Na ja, manche brauchen eben länger ;)

      Drücker zurück!

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