Montag, 23. Dezember 2013

Kontrastprogramm

Wie habt ihr den heutigen Tag vor Weihnachten verbracht?

Erst hatte ich überlegt, noch mal mit den Kindern Plätzchen zu backen. Nachdem der weihnachtliche Hausputz aber schon gestern dran war und die Küche so ansprechend glänzte, wollte ich diese unnatürliche Sauberkeit nicht durch umherfliegende Mehlwolken und schmelzende Butterflocken entweihen. 
Ein Blick aus dem Fenster offenbarte strahlenden Sonnenschein. Bei geschätzten acht Grad plus. Also zog ich uns warm an und wir beschlossen, eine Runde über den weihnachtlich geschmückten Stadtplatz zu gehen. 

Einesteils finde ich es lustig, dass mir Menschen in Pullovern entgegen kommen - mitten im Dezember - auf der anderen Seite stimmt es mich ein wenig traurig, dass der Traum von der weißen Weihnacht auch dieses Jahr nicht in Erfüllung geht. Doch statt dem leise rieselnden Schnee hinterher zu trauern, erfreuen wir uns lieber an den Sonnenstrahlen. Wir gucken blinkende Tannenbäume in den Schaufenstern an und treffen viele Bekannte, die das gute Wetter ebenfalls ausnutzen. 
Der Höhepunkt ist nachmittags bei etwa zwölf Grad plus erreicht, als wir an einem Spielplatz vorbei kommen. Wir sind die einzigen dort, und so summe ich leise Weihnachtslieder vor mich hin, während ich den Kids zusehe, wie sie im Sand toben. Unvorstellbar, dass wir morgen um die Zeit schon ganz gespannt auf die Bescherung warten. Es kommt einem eher vor wie das Warten auf Ostern, bei diesen Temperaturen. Doch überall in den Fenstern ringsum blinken uns Sterne und Tannenzapfen entgegen. Nein, ich hab mich nicht geirrt, morgen ist wirklich Weihnachten. 

Ob ihr also Schnee habt, Regen oder Sonne - ich wünsche euch und euren Familien wundervolle Weihnachtstage! Viiiele Geschenke, brave Kinder, gutes (reichliches) Essen und ganz viel Zeit und Ruhe für eure Liebsten. So werde ich es auch halten. Besonders den Punkt mit dem Essen ;)

Dienstag, 17. Dezember 2013

Monster AG

Eines Tages wollte der Große plötzlich nicht mehr in den Keller gehen. Wo er es sonst immer spannend fand - dort werden unsere Marmeladegläser, alte Kinderautositze und Holz für den Holzofen aufbewahrt - behauptete er plötzlich, es gäbe Monster. Also ging ich mit ihm in den Keller, zeigte ihm alles, guckte mit ihm in jedes Eck und unter jeden Stapel und er gab sich damit zufrieden, dass es bei uns im Keller keine Monster gab. 
Ein paar Nächte später wollte er nicht mehr in seinem Bett schlafen. Da wären Monster in der Zimmerecke!
Der Große darf nicht unbeaufsichtigt fernsehen und auch nur Serien, die wir als Erwachsene für unbedenklich halten. Eine Serie über Monster war nicht dabei. 
Ich begann, ihn intensiv zu befragen, wie er auf die Idee mit den Monstern käme. Und natürlich, ein Junge, wegen dem er Anfang des Kindergartenjahres schon nicht mehr hingehen wollte, hatte ihm von den Monstern erzählt. Das die Monster im Keller wohnen würden und nachts in die Kinderzimmer schleichen würden. Der Große, sowieso ein absolute Sensibelchen, nahm sich die Geschichte zu Herzen und fürchtete sich fortan vor den Monstern (und dem Keller).
Ich überlegte, was ich tun könnte, um ihm diese Angst zu nehmen. Noch einmal machten wir einen Rundgang durch den Keller und fanden statt Monstern nun Gummibärchen in den Ecken. Diese hatte ich vorher dort hingelegt, um ihm zu zeigen, dass es im Keller durchaus nichts zu fürchten gab. Das sah er ein. 
Im Bett hat er nun neben seinem Schlafhasen einen "Beschütz-mich-Hasen". Angelehnt an Lauras Stern, wo Lauras Bruder einen Beschütz-mich-Hund hat, taufte ich nun das Schlaftier des Großen um und seitdem verscheucht der tapfere Hase sämtliche Monster, die sich ungefragt dem Bett nähern könnten. Nachts herrscht nun wieder Ruhe und der Spuk mit den Monstern scheint fürs Erste vorbei zu sein. Mal sehen, wie lange es dauert, bis dieser unsägliche Junge dem Großen den nächsten Floh ins Ohr setzt. 
Aber irgendwie werden wir auch damit fertig werden.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Listentum

 Die vergangenen Tage im Hause Lipstick waren geprägt von meinem neuen Job. Ich fange zwar erst im Januar dort an, trotzdem sind vorab einige Dinge zu erledigen. 

1. Ganz wichtig: der Kindergartenplatz für den Kleinen. Normalerweise wäre er erst nächstes Kindergartenjahr mit drei Jahren gegangen, doch da ich ab Januar zu arbeiten beginne, braucht er natürlich auch ab Januar einen Platz. Für ein paar Monate - bis er drei wird eben, was in den Sommerferien der Fall sein wird - kommt er nun zu einer hoffentlich lieben Erzieherin, wo er den Vormittag verbringen wird. 
Damit es soweit kommt, musste ich natürlich die üblichen Unterlagen zusammenstellen - Buchungsvertrag, Impfbestätigung, Untersuchungsheftchen - und alles im KiGa abgeben. Am Dienstag erfahren wir, in welche Gruppe er eingeteilt wird. Und dann darf er noch im Dezember einen Schnuppertag dort machen. Ich bin gespannt!

2. Fast genauso wichtig: eine passende Garderobe. Natürlich habe ich mir in den letzten Jahren ab und an ein edles Kleidungsstück gegönnt, doch der Alltag war eher der, dass ich bei H&M T-Shirts für drei und Röcke für vier Euro erworben habe. Jetzt im Büro darf es dann doch wieder etwas schicker sein. Cordrock und Stiefel, Pullunder, Longpullover...am Freitag machten mein Mann und ich eine Shoppingtour, ausnahmsweise ohne die Kinder. Es wird auch bei dieser Ausnahme bleiben, da der Kleine den Urgroßeltern wohl gehörig auf die Nerven gegangen ist. 

3. Gestern besuchte ich mit dem Großen meine Freundin in der Großstadt. Was passierte auf dem Heimweg!? Mein Wintermantel gab den Geist auf. Also bestelle ich mir zu Hause zwei Modelle zur Auswahl. Denn ohne Winterjacke komme ich auch eher schlecht in die Arbeit. 

4. Da dieses Weihnachten nun definitiv das letzte Weihnachten sein wird, an dem ich zu Hause bin, werden wir in den nächsten Tagen einen Plätzchenmarathon veranstalten. Fünf Sorten habe ich schon, etwa zehn sollen noch folgen. Lebkuchen wollten wir eigentlich auch noch mal machen. Zeit, bleib stehen, du vergehst zu schnell.

Am heutigen Sonntag verabschiede ich mich nun aus der Gastronomie, heute abend um zwanzig Uhr ist Schluss. Dann konzentriere ich mich auf alles, was da vor mir liegt und freue mich auf die neuen Herausforderungen!

Dienstag, 3. Dezember 2013

Winterwunder

Letzte Woche, als mein Telefon klingelte, dachte ich mir nichts Böses. Am anderen Ende war der Herr, bei dem ich letzten Sommer ein Vorstellungsgespräch gehabt hatte. Im Büro, in genau meiner Sparte. Damals war ich nicht genommen worden. 
Doch nun bot er mir eine Teilzeitstelle ab Januar an.
Ich meldete mich beim Kindergarten, machte für den Kleinen einen Platz klar. Fuhr nochmals zum Vorstellen, lernte mein Sachgebiet und die neuen Kollegen kennen. Nächste Woche kann ich den Arbeitsvertrag unterschreiben. 
Und plötzlich scheint sich alles zu fügen. 
All die Monate, in denen ich merkwürdige Jobs hatte, schlechte Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung - all das liegt nun hinter mir. Statt praktischer, Gastro-tauglicher Alltagskleidung werde ich mich nun nach Büroklamotten umsehen. 
Auf der einen Seite blutet mein Mutterherz: den Kleinen doch schon jetzt in den KiGa geben, wo doch erst ab September geplant war. Ist das richtig? Ist er schon soweit?
Auf der anderen Seite weiß ich, dass ich nie wieder so eine tolle Chance bekomme. Und das Geld hilft uns natürlich enorm. 
Nie wieder komplette Wochenenden durcharbeiten. Uff!
Ganz habe ich diese Sache, glaub ich, immer noch nicht realisiert. Zu schnell ist alles gegangen. Aber diese Möglichkeit ist im Jahr 2013 definitiv mein Winterwunder.

Montag, 25. November 2013

Wie es mich in die Gastronomie verschlagen hat...

...und wie es ist, dort zu arbeiten.

Ich habe in meinem noch relativ jungen Leben schon einiges an Jobs gehabt. Los ging es als Schüler als Ladenpackhilfe in einem Discounter. Es folgten sechs Monate Tätigkeit als Schreibkraft bei einem Anwalt, danach ein mehrmonatiges Praktikum in einer Arztpraxis. Dann entschied ich mich für meine Ausbildung im Bürobereich und nachdem die Kids nun etwas größer sind, habe ich meinen bereits dritten Job, seit sie auf der Welt sind: mit dem Großen habe ich übergangsweise Zeitungen ausgetragen, zugunsten der Arbeit im Hotel dann aber wieder damit aufgehört. Und nun seit ein paar Wochen leiste ich meine Stunden in einem Restaurant ab. 

Es herrscht dort ein rauerer Ton als beispielsweise noch im Hotel. Hier geht es nicht um Minuten, sondern Sekunden, ehe aus einem auf einen Teller drappierten Kunstwerk eine unansehnliche Mischung wird. Dementsprechend bleibt für viele Worte oder Erklärungen keine Zeit. Dass etwas falsch gemacht wird, darf nicht passieren. Denn dann bleiben die Gäste aus und ausbleibende Gäste bedeuten für alle nichts Gutes. 

Ich arbeite in der Küche mit. Was ich da so mache? Standardtätigkeiten wie Spülen genauso wie Eis und Speisen anrichten oder Tortenstücke schneiden. Natürlich auch schwere Töpfe hin und her schleppen, doch da bin ich nicht zimperlich. Schließlich habe ich zwei Kinder, die oft genug auf mir herumkraxeln oder Flieger spielen wollen. Meine Oberarmmuskulatur ist also entsprechung gut trainiert. 

Die letzten drei Tage habe ich von morgens bis Mitternacht durchgearbeitet, da unser Restaurant Hochbetrieb hatte. Heute muss ich noch abends für "nur" sieben Stündchen ran, danach ist bis Samstag Ruhe. Gestern kam ich dementsprechend erledigt nach Hause geschlichen. Und was war los!? Ich lag kaum im Bett, da kam der Große ums Eck. Wankend. Rotes Gesicht. Sofort klar: Fieber. 40,2 Grad. Was folgte, war eine natürlich auf meiner Seite durchwachte Nacht, in der ich ihn minütlich anfasste, um festzustellen, ob die Temperatur auf die Fiebermittel hin dauerhaft gesenkt blieb. Nun hat er nur noch erhöhte Temperatur, trotzdem geht es ab zum Kinderarzt. Ich habe also wieder nur zwei Stunden geschlafen in der Nacht. Aber irgendwie gewöhne ich mich langsam daran. Und vielleicht bin ich morgen dann gar nicht mehr so müde wie noch jetzt.  

Montag, 18. November 2013

Then you better run, you're running out of time

Es ist wirklich etwas dran an der Weisheit, wie viel schneller die Zeit vergeht, je älter man wird. Als Jugendliche kam mir die Zeitspanne von einem Jahr schon unglaublich lang vor. Und manchmal sogar der Weg vom Montag bis zum Freitag. 
Ich weiß noch, dass ich vor den Kindern oft den ganzen Tag im Büro saß und nichts mit mir anzufangen wusste. Die Arbeit war wenig und so sah ich aus dem Fenster, wenn ich fertig war, oder surfte im Internet. Ich wurde Sonntagabend schon nervös, weil ich wusste, was für eine langweilige Woche wieder vor mir liegen würde. 
Heute ist das ganz anders. Ich unterteile den Tag unbewusst in vier Abschnitte: der frühe Morgen, dann der Vormittag, wo der Große im Kindergarten ist. Als drittes der Nachmittag mit beiden Kindern und schließlich der Abend, wenn sie bereits im Bett sind. Die ersten beiden Abschnitte sind nun schon vorbei, gleich mache ich mich auf den Weg, den Großen wieder abzuholen. Nun liegt nur noch der Nachmittag vor uns, an dem wir immer unterschiedliche Dinge machen: mal malen oder basteln, dann wieder backen oder puzzlen. Mal bauen wir stundenlang Lego, dann gehen wir wieder spazieren und schauen in der Bücherei vorbei. Und schon ist wieder ein Tag vorbei. 
Gerade eben haben wir noch unseren Halloween-Kürbis geschnitzt oder Laternenlieder gesungen. Nun geht es plötzlich schon mit Riesenschritten auf Weihnachten zu. Nein, ich komme einfach nicht mehr hinterher.
Am liebsten würde ich die Zeit einfangen und festpinnen. Am besten im Frühsommer, wenn es schön warm ist. Vielleicht versuche ich das nächstes Jahr mal..

Und, wer von euch weiß, woher das Zitat (mein heutiger Titel) stammt!? :)

Freitag, 15. November 2013

Vorweihnachtliche Einkäufe - oder: vom Wahnsinn, mit zwei Kindern shoppen zu gehen

Hier bei uns auf dem Lande kommt der Schnee meist ganz plötzlich. Am einen Tag sind es noch plus zehn Grad, am nächsten Tag schneit es bereits. So überlegte ich, ob ich dieses Jahr nicht vor dem Schnee alle Geschenke besorge, um dann bei den hier üblichen Blizzards nicht mehr vor die Tür zu müssen.
Einige Dinge bestellte ich zeitgemäß über das Internet, andere besorgte ich hier im Ort. Die Präsente, die mir dann noch fehlten, beschloss ich gestern Nachmittag zu kaufen.

Natürlich musste ich dabei geschickt vorgehen und kleine Beigeschenke wie Seifenkörbchen ganz unten im Einkaufswagen verstecken, damit der Große sie nicht sah und unangenehme Fragen stellte. Beim Kauf von Gutscheinen denkt er sich nichts, da ist er oft genug dabei; und da wir an Heiligabend nur zu viert sein werden, sieht er nicht, wie der Gutscheinbeschenkte seinen Gutschein auspackt. Soweit der Plan, der auch ausgesprochen gut funktionierte. Abgelenkt durch Weihnachtsdeko und Spielsachen waren die beiden so abgelenkt, dass der eigene Einkaufswagen uninteressant war.

Dann jedoch wanderten wir weiter Richtung Reformhaus auf der Suche nach zucker- und weizenfreien Schleckereien für die Uroma. Das war natürlich weitaus langweiliger als das Playmobil zuvor. Also begannen sie, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Was in unserem Fall heißt: sie stritten.

Es begann harmlos. Der Kleine saß im Einkaufswagen und sah sich suchend um. Der Große hielt sich am Einkaufswagen fest und erzählte mir, was er so alles sah. Da fing der Kleine an, nach dem Großen zu hauen. Der Große haute zurück. Der Kleine stand in seinem Sitz auf, um besser zielen zu können. Die Mama wurde leicht nervös. Der Kleine setzte sich nach gutem Zureden (wohl eher bedrohlichem Gezischel) meinerseits wieder hin, der Große verlor jedoch die Lust am Einkaufen und setzte sich auf ein paar Packungen Roggenmehl. Nun wurde die Mama leicht gereizt. 
Vor lauter Langeweile begann der Große, seine Jacke auszuziehen. Natürlich machte der Kleine ihm das sofort nach. Er zog seine Mütze aus und warf sie auf den Boden. Er zog seinen Schal aus und warf ihn auf den Boden. Die Jacke nahm ich ihm dann gleich weg und legte sie vorsorglich in den Einkaufswagen. Von da aus fischte er sie wieder heraus, um sie auf den Boden zu werfen.
Jetzt hatte die Mama langsam keine Lust mehr. 
Ich kaufte schnell wenigstens eine Gemüsebrühe, die mir glutenfrei vorkam und verließ das Geschäft. Frustriert fragte ich mich, wie nur all die anderen Mütter es hinbekommen, immer das passende Geschenk zu finden; was treiben denn deren Kinder in der Zeit!?

Ernährungstechnisch wertvoll oder nicht, wir legten einen Zwischenstopp bei McDonalds ein. Die Kids teilten sich in plötzlich herrschender perfekter Harmonie eine Juniortüte und ich hatte Zeit, ein wenig durchzuatmen. Immerhin, sagte ich mir, habe ich fast alles bekommen, was ich wollte. Den Rest darf dann mein Mann besorgen.

Sonntag, 10. November 2013

Neues aus der Backstube - Elisenlebkuchen

Nachdem man im Supermarkt ja bereits seit Mitte September nicht mehr an ihnen vorbei kommt, hatte ich mich gestern dazu entschlossen, nun einmal selbst Lebkuchen zu machen. Bislang gab es nur welche auf dem Blech gebacken und dann in Quadrate geschnitten, wie eine Art Gewürzkuchen; die fanden alle lecker und wird es auch dieses Jahr natürlich wieder geben. Neu sind nun aber bei uns die klassischen Elisenlebkuchen, die wir heute zum ersten Mal gebacken haben. 

Ich habe die kleinen, runden Oblaten aus dem Supermarkt verwendet und mit den folgenden Mengenangaben circa 60 Stück der Lebkuchen aus dem Teig gewonnen.

50 g Orangeat
50 g Zitronat 
100 g Marzipanrohmasse und
150 g Walnüsse

werden fein gehackt und in eine Schüssel gegeben.

250 g gemahlene Mandeln
4 Eier
100 g Honig (am besten heller Blütenhonig)
75 g Zucker

kommen nun dazu. Gewürzt wird die Masse mit 

abgeriebener Orangenschale oder -aroma und 
1 TL Lebkuchenpulver (großzügig)

Mit dem Knethaken zu einem (eher klebrigen) Teig verarbeiten und diesen über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Tag die Oblaten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit einem Teelöffel den Teig hinauf geben. Gleichmäßig auf der Oblate verteilen. Im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen circa 12 Minuten lang backen. Nach dem Abkühlen beliebig mit Schokolade oder anderem Guss verzieren.


Donnerstag, 7. November 2013

Allerlei

Momentan rast die Zeit nur so an mir vorbei. Neben dem Haushalt (bodenloses Fass, die Kinder sind einfach zu schnell geworden, sodass ich mit dem Putzen nicht mehr hinterher komme) und natürlich den Kindern an sich (den Kleinen mit der Idee begeistern, die Windeln bald mal wegzulassen und den Großen zu seinen Freunden zum Spielen bringen und auch wieder abholen) habe ich mich nun in die Weihnachtsvorbereitungen gestürzt. Plätzchenbücher werden hervor gekramt, Dekoideen überlegt oder vorbereitet. Anfang Dezember, wenn ich fertig bin, werde ich euch ein paar Bilder zeigen.
Und dann habe ich auch noch einen neuen Job. Ja richtig! Ich habe dem Hotel, in dem ich gearbeitet habe, seit Anfang November den Rücken gekehrt und beginne nun am Samstag in einem neu eröffnenden Restaurant mit Lounge hier direkt im Ort. So etwas habe ich mir gewünscht und so ist es gekommen. Ich war zwar gerne im Hotel beschäftigt, freue mich aber nun über den gestiegenen Stundenlohn und die wegfallenden Fahrtkosten. Herz, was willst du mehr.
Neuerdings möchte der Große am liebsten den ganzen Tag Geschichten vorgelesen bekommen. Da wir sowieso Stammkunden in der Bücherei sind, ist das kein Problem, der Lesestoff geht uns nicht aus. Wir verbringen die vorwiegend regnerischen Tage also meist zu dritt auf der Couch unter der Decke und lesen. Oft kochen wir uns dazu noch einen schönen fruchtigen Tee. Gemütlicher geht es kaum.
 
Habt ihr eure Häuser und Wohnungen schon dekoriert? Oder so wie ich schon mal Ideen gesammelt?

Freitag, 25. Oktober 2013

Unser goldener Oktober

Vor ein paar Tagen haben wir im Vorgarten die ganzen Blätter zusammen gerecht, die unser Pfirsichbaum abgeworfen hatte. Gut, rechen konnte man es eigentlich nicht nennen, denn der Rechen war im Geräteschuppen und der war zugesperrt. Und den Schlüssel hatte mein Mann dabei, der sich wie üblich in der Arbeit befand. Also improvisierte ich und harkte das Laub mit der Schneeschaufel der Kinder zusammen. Sie griffen dann mit beiden Händen begeistert in den Blätterhaufen und tüteten ihn ein. Bald sah der Vorgarten wieder so schön aus wie zuvor. 
Bis zum nächsten Windstoß. Nun liegen alle restlichen Blätter, die noch am Baum waren, um den Baum herum verteilt. 
Jetzt mag ich nicht mehr ;)

Gestern war das Wetter hier traumhaft. Der Große wünschte sich einen Spaziergang, bei dem er sein Laufrad mitnehmen durfte. Also packte ich Kekse und Getränke in seinen Rucksack und auch die Badeente, denn die wollte er im Kneippbecken im Park schwimmen lassen. 
Tja, mit dem Schwimmen wurde es nichts - das Wasser war bereits ausgelassen worden. Also liefen die Kinder eben einfach durchs Becken, während ich auf einer Bank saß und sie beobachtete. Sie spielen viel zusammen, aber doch komplett unterschiedlich. Beide mögen sie alle Arten von Autos, die es gibt, beide geben sie leise Brummgeräusche von sich, wenn sie sie schieben. Aber da hören die Gemeinsamkeiten dann schon auf. Während der Große liebevoll die Türen aufmacht und eine Legofigur auf den Fahrersitz schiebt, nimmt der Kleine das Auto lieber komplett in den Mund oder hämmert damit auf den Boden. Der Große kann sich über so eine Missbehandlung regelmäßig echauffieren und wenn ich ihm erkläre, dass er im Alter vom Kleinen auch so war, glaubt er mir nicht. 

Vom Park aus gehts weiter auf den Spielplatz. Seit Langem mal wieder haben wir viel Zeit und das genießen wir so richtig. Die Kids spielen mit dem Sand, schaukeln und wippen zusammen. Eigentlich wollen sie noch gar nicht heim, als ich zum Aufbruch dränge, doch sobald die Sonne hinter den Wolken verschwindet, wird es kalt. 
Vollkommen erledigt kommen wir alle drei zu Hause an. Der Große hat sich richtig ausgepowert und fragt schon um kurz nach siebzehn Uhr, wann es endlich ins Bett geht. Zwei Stunden später liegen die Jungs dann in ihren Betten und nach einer extralangen Geschichte herrscht Ruhe im Haus. 

Wenn es nach mir ginge, könnten alle unsere Tage so laufen. Der Haushalt kommt natürlich zum Erliegen und der Stapel mit Dingen, die ich zu erledigen hätte, wird immer größer. Aber das ist es mir wert. Der Haushalt kann warten, die Sonne nicht. So, schlechtes Gewissen wegerklärt ;)

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Was ein Lächeln ins Gesicht zaubert

Als es heute morgen gegen halb zehn Uhr klingelte und ich durch das Fenster den Postboten sah, da dachte ich: "What the heck!? Ich hab doch gar nichts bestellt?!"
Nein, bestellt nicht, bekommen aber trotzdem. Bei Jenny (ihren Blog findet ihr hier) hatte ich bei einem Gewinnspiel für ein niedliches kleines Kosmetiktäschchen mitgemacht. Und gewonnen!
Heute traf mein Gewinn nun ein. 



Neben dem wirklich niedlichen Kosmetiktäschchen fand sich noch ein Nagellack der Marke p2 in einem angenehmen, warmen Rosaton sowie ein Brief voll unglaublich lieber Worte in meinem Päckchen.









An dieser Stelle kurz zu Jenny und ihrer Person (ihr erinnert euch? Hier ist ihr Blog!): Jenny ist eine berufstätige Dreifachmama, Outfitfotografiererin, Comiczeichnerin und so ganz nebenher noch back- und Wohnraumgestaltungsbegeistert.
Neben also zahlreichen Bildern gibt sie uns mit den passenden Worten Einblick in ihr Familienleben. Manchmal fährt sie in Urlaub und das finde ich immer sehr schade. Denn dann dauert es mir persönlich viel zu lange bis zum nächsten Post. Auch wenn ich natürlich die Urlaubsnachbesprechungen jedes Mal unglaublich gerne lese :)

Jenny, ein herzliches Dankeschön noch einmal für den Gewinn, ich habe mich wirklich sehr gefreut. Du gibst dir immer so viel Mühe mit deinen Giveaways...das ist sooo toll!!

Ach ja. Weil die Fotos von meiner leicht lädierten Digicam qualitativ mal wieder nicht so hochwertig sind, habe ich ihnen als kleines Gimmick einen lipstickpinken Rahmen verpasst. Aufgefallen!? ;)

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Herbstgedanken

Im Sommer war es so viel leichter, morgens in die Gänge zu kommen. Ich wurde durch Sonnenstrahlen geweckt, nicht durch Nebel. Ging barfuß durch den Garten, statt aus dem Fenster auf den Bodenfrost zu blicken. Spazierte gut gelaunt mit den Kindern den Berg hinunter in den Kindergarten, statt im Dauerregen einen der wenigen Parkplätze bei der Einrichtung zu erkämpfen. 
Auch abends fehlt mir die Motivation, lange wach zu bleiben. Wo wir im Sommer auf der Hollywoodschaukel im Garten oder auf unserem Balkon saßen und in den Himmel blickten, sitzen wir nun frierend auf der Couch im Wohnzimmer. Die Heizung hat eine Störung, deswegen ist es hier nicht sonderlich warm. Wir tragen Fleecejacken und Hausschuhe und dicke Socken und denken daran zurück, wie wir noch ein paar Wochen zuvor in kurzen Hosen durch das warme Haus liefen.
Vorbei geht es im Supermarkt an den Regalen, in denen zuvor Sommerbeeren und frische Zitrusfrüchte lagen. Was kann man stattdessen dort sehen, Spekulatius und Lebkuchen? Geht es tatsächlich schon mit Riesenschritten auf Weihnachten zu und ich habe es nur nicht wahrhaben wollen?
Ab und an ist mal ein goldener Nachmittag dabei. Wir ziehen uns trotzdem Mützen und warme Jacken gegen den kalten Wind an und gehen spazieren. Genießen die Natur, solange sie noch bunt ist und nicht nur weiß.
Für ein Eis ist längst zu kalt. Der Herbst ist da und mit ihm die Zeit der Erkältungen. Die Kinder husten und schniefen und auch ich merke es, wie mein Hals kratzt.
Ach, Sommer! Wie du mir fehlst!

Donnerstag, 26. September 2013

...

Manche Dinge sind leichter zu ertragen als andere. 
Damit, dass ich in meinem Job nicht wirklich zufrieden bin, komme ich zurecht. Ich behalte eben die Hoffnung, gehe mit offenen Augen durch die Welt und halte stets Ausschau nach einer besseren Möglichkeit. Irgndwie kann ich mich damit arrangieren. 

Manche Dinge sind schwerer zu ertragen als andere. 
Als die Uroma der Kinder vor zwei Tagen operiert werden sollte, stellten die Ärzte fest, dass sie ihr nicht helfen können. Der Krebs ist bereits überall. Also verschlossen sie die Wunden wieder und gaben ihre Prognose ab. Wenn sie sich wieder erholt hat, geht es mit einer Chemo weiter. Aber dadurch wird die Krankheit nicht geheilt. Sondern nur eingedämmt.

Die ganze Familie steht Kopf. Plötzlich erscheinen einem die eigenen Sorgen über den blöden Job lächerlich gering. Um die Kinder nicht zu verwirren, versuche ich mir nichts anmerken zu lassen. Und doch gibt es mir jedes Mal einen Stich, wenn sie nach ihrer Uroma fragen. Denn niemand von uns kann sagen, wie lange sie noch da sein wird. 

Wir versuchen trotzdem alle, optimistisch zu bleiben. Doch diesmal ist das wirklich verdammt schwer. 

Mittwoch, 25. September 2013

Wie aus uns eine Familie wurde - der Zusammenzug

Mein späterer Mann und ich verbrachten bald jede freie Minute zusammen. Dabei war es natürlich förderlich, dass er seine eigene Wohnung hatte. Ich fuhr quasi nur noch zum Schlafen nach Hause. Zum Geburtstag schenkten mir meine Freundinnen eine Kosmetiktasche mit Ersatzschminke, Zahnbürste und Haargummis. Diese konnte ich dann in seiner Wohnung deponieren, denn sonst hatte ich immer alles mitschleppen müssen. 
Als mein Mann diese Tasche das erste Mal sah, dachte er einen Moment nach. 
"Eigentlich", sagte er dann, "könnte ich dir auch im Schrank ein bisschen Platz frei machen."
(Einige Zeit später sollte ich zwei der drei Schränke komplett für mich beansprucht haben.)
"Klar", stimmte ich begeistert zu. So bindungswillig hatte ich bisher noch nie einen Mann erlebt und ich freute mich über jeden Schritt Richtung extrem feste Beziehung, den wir gingen. 
Nach einem halben Jahr hatten wir die Hin- und Herfahrerei dann satt. Dadurch blieb viel Zeit auf der Strecke und das wollten wir nicht mehr. Wir beschlossen also, offiziell zusammen zu ziehen. Viel änderte sich durch diesen Entschluss nicht - die meisten meiner Sachen waren mittlerweile in seiner Wohnung. Trotzdem gingen wir aufgeregt zusammen zur Meldestelle und machten Nägel mit Köpfen. Und dann waren wir gemeinsam auf seine Adresse eingetragen. Der erste richtige Schritt auf unserem Weg in eine Zukunft zu zweit.

Was danach kam? Oh, jede Menge. Ein wunderschöner Heiratsantrag und zwei Hochzeiten - einmal standesamtlich, einmal kirchlich. Zwei Kinder. Ein Haus. Aber das erzähle ich euch schon noch ;)

Samstag, 21. September 2013

Dinge, die Personen in letzter Zeit zu mir gesagt haben...

...und meine Reaktion darauf. 

Der Große: "Mama, du bist meine beste Freundin."
"Ich hab dich lieb, kleine Erdbeere."
"Wir bleiben immer zusammen, oder? Bis wir gaaaanz alt sind."
Meine Reaktion darauf: Umknuddeln. 

***

Meine Schwiegermutter: "Mia, bald habe ich Geburtstag."
Ich: "Das ist mir bewusst."
Sie: "Ja, da musst du dir noch was für meine Feier einfallen lassen!"
Meine Reaktion: "WTF!?"
Gut, das war nicht ganz ehrlich. Ich traute mich wie üblich nicht, etwas zu sagen und wälze seitdem Kochbücher auf der Suche nach einem passenden Motto. 

***

Mein Mann sucht nach einem Parkplatz und steuert aus Versehen einen Behindertenparkplatz an. 
Ich: "Da darfst du nicht parken, du bist nicht behindert. Das kommt dir nur manchmal so vor."
Seine Reaktion: Quasi nicht vorhanden. Ja, er weiß nach bald acht gemeinsamen Jahren, wann er mich am besten zu ignorieren hat.

***

So, nachdem ich heute wieder einen (ärgerlichen) Tag in meinem (undankbaren) Job hinter mir habe und viel zu viel (dagegen wertvolle) Zeit mit meinen Kindern verloren habe, mache ich mich heute zeitig auf ins Bett. Wer weiß, vielleicht kommt der Große wieder mal in mein Bett gekrochen und schmiegt sich an. Momentan sind es diese kleinen, aber unbezahlbaren Momente, die dafür sorgen, dass doch irgendwie alles in Ordnung ist.

Sonntag, 15. September 2013

Klärungsbedarf

Nachdem der Große letzte Woche schon zum zweiten Mal nicht in den Kindergarten gehen wollte, weil er Angst hatte, gehaut zu werden, fasste ich mir nun doch ein Herz und sprach die Erzieherin an. Sie empfand diese Situationen nicht als so schlimm und mein Großer sagt es ihr immer gleich, wenn etwas vorfällt. Manchmal ist es auch so, dass er dieses Verhalten vom anderen Jungen provoziert; er nimmt ihm dann etwas weg und laut Erzieherin ist der andere Junge sehr cholerisch. Statt sich den gemopsten Gegenstand zurück zu holen, schlägt er eben um sich. So ganz wusste ich nach diesem Gespräch nun nicht, woran ich war und wie ich mich verhalten sollte; war mein Kind nun also Täter oder Opfer? Oder möglicherweise beides?

Ich verlegte unsere abendliche Sprechstunde auf den Nachmittag. Redete mit Engelszungen auf ihn ein. Dass er mir immer alles sagen könne, aber dazu auch ehrlich sein müsse. Er beharrte darauf, niemanden geärgert zu haben, doch da bleibe ich misstrauisch. Oft ärgert er den Kleinen ja auch und gibt es dann nicht zu. 
Wir redeten also lange über die Thematik. Ich riet ihm, dem anderen Jungen aus dem Weg zu gehen und zwei Tage lang ging es gut. 
Dann wurde der andere Junge für einige Zeit aus der Gruppe geschickt, weil er meinen Großen geschlagen, gezwickt und gebissen hatte. Der Große war direkt verwirrt, als ich ihn abholte; hatte doch die Mama ihm gesagt, wenn er den anderen Jungen nicht ärgert, haut ihn dieser auch nicht. Und schließlich hatte er ihn an diesem Tag nicht geärgert. 
Ich fragte also wieder nach. Es stimmte; der andere Junge war mittendrin auf meinen Großen zugegangen und hatte ihn gehaut. Als die Erzieherin den Jungen vom Großen wegzog, schnappte er sich das Kind, das neben ihm stand und machte mit dem weiter. 
Ich möchte nicht sagen, ich bin beruhigt, weil ich nun weiß, dass es nicht am Großen liegt. Es gibt eben Kinder, die haben Wut in sich und wissen diese Wut nicht anders auszudrücken - als eben mit Gewalt. Auf der anderen Seite sehe ich es aber auch nicht ein, dass der Große darunter leiden soll.
Ach, alles so schwierig. Wie war das noch einfach, als es nur uns beide gab. Mein Mann pendelte damals noch und wir haben zu zweit die schönsten Ausflüge gemacht. Mit dem Kindergarten haben so viele Probleme angefangen, die wir vorher nicht hatten. 
Irgendwie freue ich mich jetzt schon direkt auf die nächsten Ferien.

Freitag, 6. September 2013

Über die Vereinbarkeit von Arbeit & Kindern

Momentan fühle ich mich wie ein Pendler. Ich pendle zwischen den Kindern und der Arbeit hin und her. An sich bin ich ja bloß auf 450-Euro-Basis eingestellt, doch da unter den Kollegen eine rege Fluktuation herrscht komme ich derzeit in der Woche auf mehr Stunden, als ich sollte. Meist bin ich abends im Hotel, wenn die Kids schon im Bett sind, also bin ich trotzdem die meiste Zeit bei ihnen. Und doch tut es mir Leid, dass ich abends nicht verfügbar bin, denn der Große macht momentan im Kindergarten eine schwierige Zeit durch.

Ein Junge - diesmal ein anderer als letztes Mal - scheint es auf ihn abgesehen zu haben. Jeden Tag, wenn ich ihn abhole, sagt er, dass der andere Junge ihn gehauen hat. Sollte heute wieder etwas vorgefallen sein, werde ich die Erzieherin darauf ansprechen, wir haben diese Probleme erst seit Anfang der Woche. Aber mein Großer, der immer gerne in den Kindergarten gegangen - nein, eher gehüpft ist, mag nun nicht mehr hin. Er möchte lieber bei der Mama bleiben, sagt er. Da ist es viel schöner. Und da haut ihn auch niemand. 

Für mich ist das schwierig. Abends haben wir sonst immer darüber gesprochen, wie sein Tag war und noch lange gekuschelt. Nun bringe ich ihn abends hastig ins Bett, um ins Hotel zu hetzen, da bleibt nicht mehr viel Zeit, seine Erlebnisse aufzuarbeiten. Und mit meinem Mann mag er darüber nicht reden.  Nun fühle ich mich irgendwie so, als würde ich ihn mit der Situation alleine lassen, auch wenn wir tagsüber nun eben mehr über diese Thematik reden. Das schlechte Gewissen bleibt.

Na ja. Aber vielleicht haben wir ja Glück und der andere Junge macht gerade eine schwierige Phase durch, in der er eben auf das Hauen zurück greift. Gestern habe ich gesehen, wie die Erzieherin ihm eine Standpauke gehalten hat, deswegen habe ich bislang nichts gesagt. Aber so weiter gehen kann es auf jeden Fall nicht. 
Ich werde berichten..

Mittwoch, 28. August 2013

Großstadtfieber

Am Wochenende war es wieder soweit: ich ließ meine Familie für ein paar Stunden hinter mir und fuhr zu meiner Freundin in die Großstadt. 

Merkwürdig ist es, nach so langer Zeit wieder die altvertrauten Straßen zu durchwandern. Dort vorne ist der Kiosk, wo ich früher meine Zeitschriften kaufte. Der Pächter hat längst gewechselt, nun ist den Räumlichkeiten ein türkischer Obst- und Gemüsehändler untergebracht. 
Da vorne ist der Coffee Shop, wo ich mir vor der Arbeit gerne mal eine wachmachende Köstlichkeit mitnahm. 
Und dort vorne habe ich meinen Mann das erste Mal geküsst. 

Es ist seltsam aufregend, all die Plätze nun aus der Distanz zu sehen. Ich nehme mir an diesem Tag viel Zeit, bummle über die Einkaufsmeile, probiere verschiedene Sachen an und genieße es, dass es nur um mich geht. Niemand will an meiner Hand gehen oder zupft an meinem Ärmel, um mir etwas zu zeigen. Ich bin alleine, lasse mich in der Menge treiben, weiche Frauen mit Kinderwägen aus und muss grinsen: sonst sind es die anderen, die mir Platz machen, wenn ich mit den Kids komme. Und ich denke dann immer: ach, wie gut haben es die Kinderlosen. Die sind viiiel schneller am Ziel als ich! Doch nun kommt mir der Gedanke, dass all diese Frauen vielleicht gar nicht kinderlos waren. Sondern nur einfach ihre Kinder nicht dabei hatten. So wie ich an diesem Tag. 

Später sitze ich bei meiner Freundin auf dem Balkon. Wir quatschen bis spät in die Nacht über alles mögliche - Politik, gemeinsame Bekannte, unsere Ausbildung, unsere Männer. Kein Thema ist tabu, zu allem fällt uns etwas ein. Es ist so, als hätten wir uns erst gestern das letzte Mal gesehen - und nicht so, dass es schon wieder ein ganzes Jahr her ist, seit wir so zusammen saßen.

Am nächsten Tag geht es wieder heim zu meinen Lieben. Zu dritt stehen sie im strömenden Regen am Bahnhof und ich sauge ihren Anblick förmlich in mich auf. Irgendwie habe ich sie ja doch ganz schön vermisst und habe viel zu erzählen.
Wenn die Kinder größer sind und mich nicht mehr so brauchen, werde ich meine Freundin bestimmt öfter besuchen. Doch für den Augenblick reicht mir dieser eine Tag im Jahr, um mein Großstadtfieber zu kurieren.

Freitag, 9. August 2013

5 Gründe...

...warum es toll ist, ein Haus zu haben.
  
- Wir haben jede Menge (Spiel)Platz. Die Kids können toben und spielen, so viel sie wollen. Am Ende räumen wir eben alles zusammen wieder auf. Ein Zelt im Wohnzimmer aus Couchkissen und -decken bauen? Bei uns immer!  

- Wir haben jede Menge Lärm (ja, das klingt im ersten Moment eher negativ. Bitte weiterlesen!). Bei besagtem Toben und Spielen sind die Kids nicht eben leise. Mit Nachbarn über oder unter uns würde das bestimmt bald zu Problemen führen. So brauchen wir auf niemanden außer uns Rücksicht nehmen. Natürlich achte ich aber trotzdem darauf, dass die Kids hier nicht gröhlend durch die Gegend rennen, sondern sich in einer vernünftigen Lautstärke beschäftigen.  

- Wir haben jede Menge Möglichkeiten. Eine farbige Wand oder die Wand gleich ganz heraus reissen?! Kein Problem. Alles, was wir brauchen, sind die richtigen Ideen. Ach ja, und das liebe Geld natürlich. 

- Wir haben jede Menge Zimmer. Das bedeutet: unzählige Dekomöglichkeiten.
Erst letztens habe ich mir meinen ersten Deko-Schriftzug ("Home") zugelegt. Jedes Zimmer hat seine eigene Note. 

- Wir haben jede Menge Lagermöglichkeiten. Ich liebe es, Marmelade einzukochen oder Eis mit der Eismaschine zu machen. Auch Obst wird bei uns eingeweckt oder aus den Äpfeln Apfelmus gezaubert. Was nicht verschenkt, sondern aufgehoben wird, kommt in den Keller.

...warum es nicht toll ist, ein Haus zu haben.

- Rohrbruch 
- Rohrbruch
- Rohrbruch
- Rohrbruch
- Rohrbruch




Samstag, 3. August 2013

Lipsticknews

Momentan komme ich zu nichts. Seit ich wieder zu arbeiten angefangen habe...
HA!
Das wisst ihr ja noch gar nicht. 
Ich habe nun einen kleinen Job, auf 450-Euro-Basis. Meist das komplette Wochenende arbeite ich in einem 4-Sterne-Wellness-Resort quasi als Mädchen für alles. Zimmer checken, Schwimmbaddienst und so weiter. Der Fahrtweg ist jedoch recht weit, sodass ich weiterhin versuchen werde, hier in der Nähe etwas zu bekommen. Aber für den Moment ist es okay.

Unsere (heißen) Tage verbringen wir im Garten. Wie viel wert ist doch so ein Schattenrasen!! Wo alle anderen drin bleiben müssen, haben wir trotzdem im Planschbecken unseren Spaß. Wenn das Wetter nicht so gut ist, erledige ich huschhusch den Haushalt, damit nichts liegen bleibt. 

Und nun hat mein Mann Urlaub. Zu diesem Zweck wollen wir morgen Abend, wenn die Kids im Bett sind, zu zweit im Garten grillen. Sollte es sich ergeben, werde ich natürlich Fotos machen und euch an unserem Datingabend teilhaben lassen ;) 

Montag, 22. Juli 2013

I can't get no sleep

Meine Kinder waren, was das Thema Schlaf angebelangt, ja schon immer ein bisschen eigen. Der Große hat erst mit 15 Monaten durchgeschlafen, der Kleine nun seit ein paar Wochen stabil und in nicht mal einem Monat wird er schon zwei. An diesen bei mir stets herrschenden Müdigkeitspegel habe ich mich im Lauf der Zeit gewöhnt. Und gelernt, quasi in Sekunden einzuschlafen, um jeden Moment Schlaf voll auskosten zu können.
Aber nun bin ich wach.

Es ist einfach zu heiß. Im Schlafzimmer sind es über 25 Grad und tagsüber sollen es die kommenden Tage weit über 30 Grad werden. Da haben wir bestimmt bald noch höhere Temperaturen in den Zimmern.
Ich frage mich, wie die Kids so bombenfest schlafen können. Sonst werden sie ja schon wach, wenn man nur daran denkt. Ich habe mich nun stundenlang hin und her gewälzt, bin ich seufzend aufgegeben habe und ins Wohnzimmer gewandert bin.
Aber was mache ich jetzt? Das Internet gibt nicht viel her. TV gucken mag ich nicht. Das letzte Mal, als ich nachts nicht schlafen konnte, kam eine Dokumentation über weiße Haie. Danach konnte ich erst recht keine Ruhe finden. Nein nein, das mache ich nicht noch mal. Da suche ich mir lieber ein unaufregendes Buch und lege mich wieder hin. In gut dreieinhalb Stunden muss ich sowieso aufstehen, damit alle rechtzeitig fertig werden für Kindergarten und Arbeit. Bestimmt bin ich frühs dann wieder müde und will abends nur noch schlafen gehen. Und so geht das Tag für Tag dahin.

So, Buch gefunden. Na dann will ich mal wieder. 
Ich wünsche euch noch eine angenehme Nachtruhe...gäääähn.

Dienstag, 16. Juli 2013

Rezeptidee - Johannisbeerkuchen mit Quark und Streuseln

Schon lange wollte ich dieses Rezept mit euch teilen, da einige von euch vielleicht selbst rote Johannisbeeren im Garten haben und nicht so recht wissen, wohin damit. Nun, Lösung gefunden ;) dieser Kuchen ist unser eindeutiger Favorit in der Beerenverwertung.

Die Portion ist für ein großes Backblech bemessen.

Hier erst einmal alle benötigten Zutaten im Überblick.

325 g Butter
300 g Zucker
1 Pk Vanillezucker
eine Prise Salz 
600 g Mehl
1 Ei
--
40 g Butter
100 g Zucker
1 Pk Vanillepuddingpulver
etwas Zitronenaroma
500 g Quark
3 Eier
---
750 g rote Johannisbeeren

Und los geht's.

Aus
325 g Butter
300 g Zucker
1 Pk Vanillezucker
Salz und
600 g Mehl

knetet ihr mit dem Knethaken einen Teig. 450 g von diesem Teig messt ihr ab und stellt ihn für die Streusel beiseite. Unter den Rest wird ein Ei geknetet. Zu einer Kugel formen und für ca. dreißig Minuten in den Kühlschrank stellen. 

Für die Quarkmasse braucht ihr

40 g Butter
100 g Zucker
1 Pk Vanillepuddingpulver
Zitronenaroma
500 g Quark
3 Eier

Die Eier trennen, das Eiweiß steif schlagen. Butter mit Zucker und Eigelb mischen, Zitronenaroma zugeben. Alles mit dem Quark verrühren, das Puddingpulver zugeben und zum Schluss das Eiweiß unterheben.

Nun den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einem gefetteten Backblech verteilen. Die Quarkmasse darüber geben. Die Johannisbeeren auf den Quark geben. Nun die Schüssel mit den Streuseln zur Hand nehmen und gleichmäßig über den Beeren verteilen.
Der Kuchen kommt nun bei vorgeheizten 170 Grad für circa 50 Minuten in den Ofen. 
Ihr werdet das Ergebnis lieben!


Montag, 8. Juli 2013

Seven Devils

Momentan bin ich sehr nachdenklich. Ich mag mein Leben, hinterfrage aber vieles. Der Große ist momentan extrem frech, zu Hause bei uns wie auch im Kindergarten. Mir gehen langsam die Ideen aus, wie ich ihm noch eintrichtern könnte, sich zu benehmen - er stört andere Kinder und hört nicht auf das, was die Erzieherinnen ihm sagen. Und so kennen weder sie noch wir ihn.

Wenn ich ihn direkt frage, wieso er derzeit so frech ist, kommt keine Antwort. Es scheint mir fast so, als wäre ihm selbst nicht klar, wieso er sich so benimmt. Was natürlich schlecht ist, denn wenn ich nicht weiß, woran es liegt, kann ich es nicht ändern. Es kommt mir fast wie ein Zwang vor, dass er immer wieder aufs Neue austesten muss, wo seine Grenzen liegen. 

Durch diese Überlegungen angeregt, dachte ich über meine eigenen Zwänge nach. Was gibt es an mir, das ich ändern würde, wenn ich es könnte? Was stört mich insgeheim an mir selbst? Was sind meine Dämonen?
Ich kam auf erschreckend viele. 

1. Ungeduld. Oft geht mir alles zu langsam und ich herrsche die Kids an, wenn sie wieder mal trödeln. 
2. Perfektionismus. In letzter Zeit mache ich mir verstärkt Gedanken darüber, wie ich auf andere Menschen wirke und versuche deswegen, alles unter einen Hut zu bringen. Ein perfektes Haus, einen perfekten Garten, perfekt erzogene, stets tadellos gekleidete Kinder und natürlich sollte meine eigene Erscheinung auch stimmen. Die Folge von all diesen Gedanken: ich setze mich unter Druck. Wenn dann etwas mal nicht so klappt oder etwas liegen bleibt, werde ich schon leicht nervös.
3. Unlust. Ich gebe es offen zu: auf die meisten Dinge habe ich vorher nicht unbedingt viel Lust. Ich denke nicht: juhu, gleich stelle ich mich mal für locker-flockige neunzig Minütchen auf den Crosstrainer, um mich richtig auzupowern! Nein, ich denke: ach, das muss ich ja auch noch machen. Na ja, dann bringe ich es nun eben hinter mich. Mir mangelt es da irgendwie an der richtigen Einstellung.
4. I'm just a dreamer. Ich verbringe gerne Zeit damit, mir vorzustellen, wie es wäre, wenn alles besser wäre. Wenn die Uroma keinen Krebs hätte. Wenn der Vater meiner Freundin nicht gestorben wäre. Wenn mein Schwager seinen Job nicht verloren hätte. Solche Grüblereien führen zu nichts, aber irgendwie kann ich nicht ohne sie. 
5. Listentum. Ich mache mir jede Woche eine Liste, was ich alles erledigen möchte. Einen Johannisbeerkuchen backen (check), Bananeneis machen (check), Rasen mähen und so weiter. Was würde ich ohne meine Listen machen? Würde ich mehr oder weniger schaffen?
6. Vergleiche ziehen. Wie schafft sie es, so eine tolle Figur zu haben? Warum haben alle anderen immer perfekte Haare und meine eigenen fliegen ziellos umher? Wieso haben wir so viel Unkraut und der Nachbar nicht? Dabei vergleiche ich natürlich nie das, was bei mir eventuell besser wäre, sondern sehe nur das, was bei uns eben schlechter ist.
7. Zuckerjunkie. Ich habe Kleidergröße 38. Und die habe ich gerne. Mal esse ich mehr, mal weniger. Aber momentan geht gar nichts ohne Zucker. Besonders zum Frühstück hab ich's gerne süß. Dann bilde ich mir irgendwie ein, besser durch den Tag zu kommen. 

Was sind eure Dämonen?

Mittwoch, 26. Juni 2013

Ice Ice Baby

Wir haben eine Eismaschine. Schon eine Weile. Genauer gesagt, so seit gut drei Jahren. Bislang haben wir sie nicht wirklich oft verwendet, die meisten Sommer waren lang und heiß und so haben wir viele Ausflüge in die Eisdiele gemacht. 
So nicht diesen Sommer. 
Daher haben wir das gute Stück erst vom Dachboden in den Vorratsraum und von dort in die Küche gestellt. Seit ein paar Wochen habe ich dann Rezepte im Internet zusammen gesucht. Und seit letzter Woche machen wir fast jeden Tag ein anderes Eis. 
Bisher haben wir schon Kokos, Schokolade, Erdbeere und Pfirsich. Dazu kommen noch Walnuss, Mango-Joghurt und Zitrone. Und dann haben wir genug Sorten als hübsche Auswahl zu Hause, um uns ganz tolle Eisbecher zusammen zu stellen. Mit Obst und Sahne und Waffel und Sauce. Dazu werden wir die Heizkörper aufdrehen, damit es möglich heiß im Haus wird (kleiner Scherz) und uns vorstellen, wie es wäre, wenn es wirklich so warm wäre. Da wird uns das Eis bestimmt noch viel besser schmecken.
Ach! Wenn doch endlich Sommer wäre!!

Sonntag, 23. Juni 2013

Resümee des Pärchenabends

Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben so viel gegessen wie am Freitag. Und alles sooo gut!
Es gab unter anderem Rigatoni Arrabiata, einen Nizza Salat, diverse andere Salate, Welsfilet auf Wurzelgemüse, eine asiatische Gemüsepfanne, eine französische Zwiebelsuppe und als Dessert Crepes, Waffeln, Obst, einen Schokoladenbrunnen, Kokos Panna Cotta und Sorbet. Um nur mal ein paar der Leckereien zu nennen ;)

Der Heimweg war tödlich. Mein an sich eher lockerer Rock drückte und als mein Mann dann auch noch über das vorzügliche Essen sprechen wollte, habe ich gestreikt. Doch schon zu Hause ging es mir besser und ich kann sagen: ja, es war wirklich ein toller Abend. Wir haben gut gegessen, uns angeregt unterhalten und jede Sekunde zu zweit genossen. Genau so, wie es sein sollte. 

Zuhause dann leider die unschöne Überraschung: der Kleine war wach. Er hatte am Tag zuvor ja einen leichten Schnupfen bekommen und dann von jetzt auf gleich einen starken Husten. Dadurch war er wach geworden und konnte dann vor lauter Husten die ganze Nacht nicht schlafen. Wir folglich auch nicht. Heute geht es ihm dank diverser Hustensäfte etwas besser und da sein Appetit ungebremst ist, denke ich, er wird bald wieder auf dem Damm sein. 

Schade ist es bloß, dass der Abend nun vorüber und der nächste noch lange nicht in Sicht ist. Wenn man mal etwas zu zweit gemacht hat, kommt man glatt auf den Geschmack ;) Vielleicht finde ich ja mal einen größeren Geldschein auf der Straße, dann weiß ich auf jeden Fall, was ich damit anstelle!

Mittwoch, 19. Juni 2013

Summertime

Die letzten drei Tage haben wir im Garten verbracht, die Kinder und ich. Ich hatte uns eine hübsche kleine Korbtasche gepackt und alles hinein gesteckt, was wir brauchen können. Sonnencreme, Getränke, Schleckereien, ein Buch für mich. Und dann haben wir uns den ganzen Nachmittag lang nicht vom Fleck bewegt.

Es ist schön, ihnen mittlerweile zuzuschauen, wie sie miteinander spielen. Wie sich der Kleine am Großen orientiert und sich begeistert freut, wenn ihm etwas gelingt, das er vorher noch nicht konnte. Zusammen malen wir mit Kreiden das Pflaster an und freuen uns über die bunten Bilder. Endlich endlich endlich ist der Sommer da, auf den wir uns so lang gefreut haben!

Abends sind die Kids erledigt und fallen Punkt neunzehn Uhr ins Bett. 
Und wir? Wir setzen uns nun auf den Balkon und genießen die andauernde Wärme. Und freuen uns auf unseren ultimativen Pärchenabend, bis zu dem es gar nicht mehr lange hin ist :)

Montag, 17. Juni 2013

Zwischenraum

Ich liebe es, wenn im Sommer der Morgen anbricht. 
Ich stehe früh auf. Noch lange vor meinen Kindern und meinem Mann. Leise bewege ich mich durch das bereits sonnendurchflutete Haus, strecke mich, genieße den kalten Boden unter meinen nackten Sohlen. Ich weiß, dass es nicht lange dauern wird, bis das erste Kind sich in seinem Bett regt oder schläfrig nach mir ruft. Deswegen koste ich diese Minuten, in denen ich ganz ich bin, voll aus. Jetzt bin ich nicht Mutter, Ehefrau, Geliebte oder Zuhörerin. Jetzt gehöre ich mir ganz allein. 
Ich frühstücke langsam, genieße jeden Bissen. Denke dabei entspannt an den kommenden Tag; noch bin ich nicht gereizt, weil die Kinder momentan eine quengelige Phase haben. Noch mache ich mir keine Gedanken, ob der Große sich im Kindergarten benimmt und der Kleine seinen Mittagsschlaf brav macht, sodass ich mich ein bisschen auf den Crosstrainer stellen kann. Das alles scheint weit weg. Meine Gedanken sind durchweg positiv und irgendwie, denke ich, werde ich auch diesen Tag wieder zu einem guten Tag machen.

Ich gehe in den Garten, spüre den Tau an den Füßen. Die Luft flirrt bereits, es wird ein heißer Tag werden. Ich gieße meine Paprika- und Tomatenpflanzen und schaue dann noch beim Erdbeerbeet vorbei. Dankbar nimmt die Erde die Flüssigkeit auf. Einen Moment bleibe ich stehen, sehe mich einfach im Garten um; da hinten steht die Hollywoodschaukel, da vorne der Pavillon, in dem wir letztes Jahr so oft beim Grillen saßen. Dort ist die Hecke, die wir letztes Jahr gepflanzt haben und da kommt der neue Zaun hin. Ich genieße die vielen Möglichkeiten, die wir haben - und dass ich diesen Moment habe, um ungestört über sie nachzudenken.
Zurück im Haus höre ich bereits den Kleinen. Er regt sich langsam und ich weiß, dass nun wieder der Alltag beginnt, der den Kids gehört. Aber es macht mich nicht traurig. 
Morgen früh ist wieder mein Zwischenraum.

Sonntag, 16. Juni 2013

Vorfreude

Ihr werdet nicht glauben, was passiert ist. 
Bekanntermaßen nimmt uns ja niemand freiwillig mal die Kinder ab (und auch wenn ich sicher subjektiv bin: so schlimm sind sie nun auch wieder nicht), sodass wir eigentlich so gut wie nie zu zweit irgendwo hingehen.
Doch dann kam im März der Geburtstag meines Vaters, den wir hier feierten. Ich erzählte ihm, dass es jeden Freitag Abend ganz in der Nähe ein tolles Buffet gäbe, zu dem ich gerne mit meinem Mann gehen würde. Aber eben ohne die Kinder. Geschickt, wie er war, ging er schnurstracks zum entsprechenden Restaurant und kaufte dort einen Gutschein für uns. Dann schloss er sich klammheimlich mit meinen Schwiegereltern kurz, besser gesagt, er stellte sie vor vollendete Tatsachen und schwatzte ihnen auf, dass sie dann auf die Kinder aufpassen, wenn wir auf dieses Buffet gehen würden. 
Und sie waren so baff, dass sie zusagten!

Kommenden Freitag ist es nun soweit. Das Motto ist "kulinarische Weltreise", das heißt, aus jedem Land ist eine typische Spezialität dabei. Und ich freue mich schon sooo sehr! Wir werden jede Minute genießen, die wir als Paar zu zweit haben und ich überlege jetzt schon, was ich anziehen könnte. So aufgeregt war ich schon lange nicht mehr. Ich werde berichten, wie es gelaufen ist und falls wieder eine der üblichen Katastrophen auftritt ;)

Freitag, 14. Juni 2013

Rezeptidee - Kirsch - äh, Aprikosenmichel

Schon wieder ein Rezept von uns! 
Ja, freitags kommt der Papa immer schon mittags nach Hause. Das heißt, wir können alle zusammen essen. Meist gibt es etwas, das schnell geht, da wir freitags eigentlich immer unterwegs sind. Oder etwas, das sich gut vorbereiten lässt. Und heute sollte es wieder einmal der Aprikosenmichel sein. 
An sich wird dieses Gericht eigentlich mit Kirschen zubereitet, aber da die Jungs Abwechslung mögen, gibt es den Michel oft mit verschiedenem Obst. Zum Beispiel auch mit Äpfeln aus dem Garten. 

Für den Aprikosenmichel braucht ihr

5 bis 6 altbackene Brötchen
250 ml Milch
100 g Margarine oder Butter
100 g Zucker
3 Eier (getrennt)
eine Prise Salz
einen Spritzer Zitronensaft
eine Prise Zimt
100 g gehackte Mandeln
150 g saure Sahne oder Schmand
eine große Dose Aprikosen oder beliebiges Obst

Zunächst das Dosenobst abtropfen lassen und in kleine Würfel schneiden. Oder frisches Obst würfeln und beiseite stellen. 
Die Brötchen in eine große Schüssel geben. Die Milch darüber gießen und einweichen lassen. 
In einer zweiten Schüssel Eier trennen. Eiweiß mit Salz steif schlagen. Eigelb mit Margarine oder Butter, Zucker, Zimt und Zitronensaft schaumig rühren. 
Nun die Brötchen verkneten, bis ein einheitlicher Teig entsteht. Die Eigelbmischung unterrühren. Nun 150 g saure Sahne oder Schmand unterrühren. Zum Schluss das steif geschlagene Eiweiß unterheben. 
Eine Auflaufform fetten und die Hälfte des Teiges hinein geben. Das Obst darüber verteilen und den restlichen Teig darüber streichen.
Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. 10 Minuten auf mittlerer Schiene backen, dann auf 180 Grad herunter schalten und weitere 30 Minuten backen. 
Am besten gleich nach dem Herausnehmen mit reichlich Puderzucker bestäuben und noch warm genießen!


Donnerstag, 13. Juni 2013

Rezeptidee - Mohnschnecken

Der Große liebt Mohn. Jeden Samstag auf dem Markt muss ich ihm eine Hefeschnecke mit Mohn kaufen. Also dachte ich, wir backen einfach mal welche selbst. Ich fand ein geeignetes Rezept, wandelte es leicht nach unseren Vorstellungen ab und fertig ist die geliebte Köstlichkeit!

Für ein Backblech Mohnschnecken (ca. 20 Stück) benötigt ihr

1/2 Würfel Hefe
300 ml Milch
1 Prise Salz
1 TL Zucker

500 g Mehl
50 g Stärke
50 ml Öl
1 Ei

250 g fertige Mohnbackmischung 

---

Die Milch leicht erwärmen. Hefe mit Zucker und Salz darin auflösen und beiseite stellen, bis die Hefe zu gären beginnt. 

In einer großen Schüssel Mehl mit Stärke, dem Öl und dem Ei mischen. Die Hefe-Milch-Mischung darüber geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis der Teig deutlich aufgegangen ist - wir haben ihn ca. 2 Stunden ruhen lassen.

Nun den Teig nochmals durchkneten und dann ausrollen, bis ein großes Rechteck entsteht. Den Mohn gleichmäßig bis zum Rand darauf verteilen und den Teig dann aufrollen, bis eine lange Rolle entsteht. Mit einem scharfen Messer nun Scheiben abschneiden - sie sollten circa 1,5 cm dick sein. Auf ein Backblech legen und dort nochmals circa 45 Minuten gehen lassen.

Die Schnecken bei 200 Grad im vorgeheizten Backofen etwa 7 bis 9 Minuten backen, bis der Teig sich bräunt. 
Wer möchte gibt einen Puderzuckerguss über die noch warmen Mohnschnecken!

Hier einmal die Mohnschnecken vor dem Backen...

...und hier noch vor dem Verzehr ;)


Samstag, 8. Juni 2013

Kindergartenfest

Lange war nicht klar, ob das Fest heute stattfinden würde. Gewitter waren für den Nachmittag angesagt, erst gestern kam dann die Entscheidung: wir versuchen es!
Also marschieren der Große und ich zusammen mit dem Kleinen, dem Papa und der Oma im Kindergarten ein. Die Mutter meines Mannes ist bei solchen Anlässen ja meist dabei, weil sie ihre Enkel eben sehr gerne hat. Wir schieben uns durch die Menge, organisieren ein bisschen Kuchen und Getränke und finden unser Plätzchen bei den üblichen Verdächtigen - jenen Eltern und ihren Kindern, mit denen wir uns schon treffen, seit der Große ein Jahr alt ist. 
Plötzlich geht ein Raunen durch die Meute: die Aufführungen beginnen! Jede der insgesamt fünf Gruppen im Kingergarten hat etwas Kleines einstudiert. Ich stehe natürlich mit gezückter Digicam in der ersten Reihe, winke dem Großen, wir grinsen uns an. Er ist aufgeregt. Ich erst recht. 
Und dann geht es los. Die Kinder aus seiner Gruppe haben sich Tücher umgehängt, die sie auf und ab bewegen - wie Schmetterlingsflügel. Dazu singen sie ein passendes Lied über Schmetterlinge und dass sie sich ausruhen, wenn sie müde vom vielen Fliegen sind. 
Und ich staune. Ich beobachte mein Kind, höre seine Stimme, wie er den Text fehlerfrei mitsingt. Er darf der Anführer sein, sein Tuch ist das bunteste und alle anderen Kinder gehen hinter ihm her. Sogar die Großen!
In mir drin, irgendwo in meiner Körpermitte spüre ich es ganz warm aufsteigen. Es ist Stolz, den ich spüre und er fühlt sich wunderbar an. Mein Großer hat so viel gelernt in diesem Jahr im Kindergarten und das ist soooo toll. Es macht Spaß, ihm zuzusehen und viel zu schnell sind die drei Strophen vorbei. 
Ich schnappe ihn mir, nachdem er sein Tuch wieder abgegeben hat. Nehme ihn auf den Arm, knuddle ihn, sage ihm, wie stolz ich auf ihn bin. Das darf ich noch, schließlich ist es noch sein erstes Kindergartenjahr. Aber ich schätze, beim nächsten Sommerfest muss ich mich dann schon ein bisschen besser zusammen reißen ;)

Montag, 27. Mai 2013

Kulinarik im Hause Lipstickmum

Wie schon seit gefühlten Wochen hat es auch heute wieder den ganzen Tag nur geregnet. Neben Haushalt, Buch vorlesen, Höhlen bauen, Autorennen fahren und Streit schlichten war heute bei uns nicht viel angesagt. Aber ich dachte, ich zeige euch mal ausschnittsweise, was es so bei uns zu essen gab!

Wir hatten Lust auf einen Hefezopf. Also haben wir uns spontan einen gemacht! So sah er vor dem Backen aus...

...und so danach!
 
Das Abendessen vom Kleinen, das ich ihm gleich auf seinen Platz stellen werde. Butterbrot mit Paprika, Gurke und Würstchen.

Mein heutiges Abendessen. Kopfsalat mit Paprika und Mais, dazu ein Dressing mit Salatkräutern und Mangobalsamico. I like!

Auch Reste gibt es heute im Hause Lipstickmum: der Papa und der Große teilen sich Spaghetti Bolognese.

Morgen wird es angeblich warm. Sollte das wirklich stimmen, sind wir die ersten draußen!!




Sonntag, 26. Mai 2013

Anders als gedacht

Natürlich begann der Pärchenabend gestern nicht ohne jegliche Komplikationen. 
Wir saßen kaum in der Badewanne, als die Kids abends im Bett waren, da schrie der Kleine. Also wieder raus, beruhigt, beim Einschlafen begleitet, zurück in die Wanne. Dann kam der Große ins Bad marschiert. 
"WARUM darf der Papa jetzt mit dir baden, Mama, und ich nicht!? Ich will auch rein!"
Dem Großen die Sache wieder ausgeredet und zurück ins Bett gescheucht. Fünf Minuten später stand er wieder in der Tür.
"Mama, ich kann meinen Schlafhasen nicht finden. Bitte hilf mir!"
Also wieder raus aus der Wanne. Mein Mann machte einen ziemlich entspannten Eindruck, aber der saß ja auch die ganze Zeit im warmen Wasser, statt schlotternd in den Kinderzimmern die eigene Brut zu umsorgen. 
Sonst bringen wir die Kids ins Bett und sie schlafen nach fünf Minuten wie zwei Steine. War ja klar, dass gestern genau der eine Abend im Jahr sein musste, an dem das anders ablief. 
Irgendwann beschloss mein Mann dann, die warme Wanne zu verlassen (ich hatte ja nicht viel davon gehabt) und wir siedelten zum Fernseher über. Unerwartet störungsfrei kamen wir durch das Spiel und irgendwann nach 23 Uhr stolperte ich müde, aber doch noch zufrieden über den Verlauf des Abends ins Bett. 
Sonntagmorgen, 5 Uhr. Der Kleine macht sich bemerkbar. Ooooh Gott, warum bin ich gestern nur so spät ins Bett gegangen!?