Montag, 17. September 2012

Get the party started

Ich wache auf einer Luftmatratze auf. Öffne gequält ein Auge und blicke in ein fremdes, pelziges Gesicht. Ruckartig setze ich mich auf und sofort wird mir schwindelig.
Moooooment mal. Was ist denn hier los!?
Am besten erzähle ich die Geschichte von Anfang an. 

Am Wochenende war es endlich soweit: ich habe meine Freundin in der Großstadt besucht. Nach einer ausgiebigen Shoppingtour laufe ich schließlich in der Wohnung von ihr und ihrem Freund ein. Relativ zügig bestellen wir uns die geplante Partypizza und im Anschluss daran sprechen wir ausgiebig selbst gemixten Cocktails zu.
Eine andere Freundin entschließt sich spontan, zu kommen, als sie hört, dass ich in der Stadt bin. Nun trinken wir also zu dritt. Lästern über unsere Partner und das Fernsehprogramm. 
Auf dem Stimmungshöhepunkt beschließen wir: nun gehen wir noch in die Disco! Wir schminken uns (empfiehlt sich angeschickert nicht), ziehen uns um (das funktioniert noch einwandfrei) und stöckeln zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. 

In einer Traube aus partywütigen Nachtschwärmern werden wir auf das Discogelände geschwemmt. Wir sehen anscheinend sehr nett aus, jedenfalls gehen wir in insgesamt drei Clubs - und zahlen in keinem Eintritt. Wir werden von allen Türstehern durchgewunken. Das so gesparte Geld wird sofort in Alkohol umgewandelt. 
Eine Gruppe aus Männern gesellt sich zu uns, als wir vor der Disco stehen, damit meine Freundin rauchen kann. Sie haben einen Junggesellenabschied. Insgesamt an diesem Abend treffen wir auf drei solcher Personengruppen. Ich suche mir jedes Mal den Bräutigam, beglückwünsche ihn und erzähle ihm, dass er diese Entscheidung nicht bereuen wird. 
Gegen drei Uhr wollten wir zu Hause sein. Stattdessen kommen wir dort um fünf Uhr an. Um sieben Uhr muss ich wieder aufstehen, um meinen Zug zu erreichen. Also lege ich mich auf die Luftmatratze, die meine Freundin für mich  hergerichtet hat und wache am nächsten Morgen neben ihrer Katze auf, die sich vertraulich an mich gekuschelt hat. 
Der Folgetag ist tödlich. Ich dümple schlafsuchend vor mich hin. Die Kinder sind gnadenlos und bestimmt viel lauter als sonst. Aber ich freue mich, dass ich sie wieder habe. Es war ein toller Ausflug in die Vergangenheit, mein Trip in die Großstadt. Doch mein Platz und mein Leben ist hier, bei ihnen. 
Ich muss jedoch dazu sagen, dass ich meine Freundin nächstes Jahr im September wieder besuchen werde. Wer weiß, was uns dann alles einfällt ;)

Kommentare:

  1. Ich freu mich, dass du so ein schönes WE hattest! Aber ich kenne das! ZU HAUSE ist es eben doch am Schönsten!

    Liebste Grüße von Jenny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Jaaaa im Kreise seiner Lieben...das ist, was zählt!

      Löschen
  2. Hört sich nach einem feucht fröhlichem Wochenende an. Manchmal muss man doch auch mal dem Alltag entfliehen :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Oh ja, das war es ;) Ja, es war schön, sich so mal wieder daran zu erinnern, wie es früher war, aber mein heutiges Leben ist ein ganz anderes. Gefeiert habe ich bestimmt genug ;)

      Löschen