Mittwoch, 17. Oktober 2012

Kunterbunt Teil II

Gestern war nichts mit mir anzufangen. Erst habe ich ewig mit meiner Schwester telefoniert, wo wir gemeinschaftlich unser Unverständnis über das Verhalten unserer Eltern zum Ausdruck gebracht haben, dann haben der Kleine und ich gespielt. De facto habe ich also nichts erreicht, bis es schon wieder Zeit war, den Großen aus dem Kindergarten abzuholen. 
Heute startete ich motivierter in den Tag. Bügelte gleich morgens, saugte, verräumte Wäsche. Und stellte dabei fest, dass jeder außer mir alles dort stehen und liegen lässt, wo er es zuletzt gebraucht hat.
Was macht die Personenwaage auf dem Küchentisch? Ach ja. Mein Mann hat eine Kiste mit Äpfeln darauf gestellt, um das Gewicht zu erfahren. Damit wir dem Saftunternehmen, wo wir unser Obst hinbringen, angeben können, wieviel Kilo wir zu Saft gepresst haben wollen.
Aber hätte man dann die Waage nach dem Wiegen nicht wieder ins Bad stellen können, wo sie sich hingehört? Nein. Da wird dann etwas anderes angefangen und das vorherige einfach vergessen. Gott sei Dank gibt es mich, das kleine Helferlein, sonst würde hier bald gar nichts mehr dort sein, wo es zu sein hat. 
Den Kleinen habe ich nun auch für mich eingenommen. Bisher war er ja eher Papakind, was ich nie ganz verstehen konnte; schließlich war ich den ganzen Tag bei ihm und der Papa abends gerade mal eine Stunde. Aber ich gab nicht auf. Eine Woche lang spielten wir jeden Vormittag, wenn der Große nicht da war, intensiv - fangen und verstecken findet er momentan besonders lustig. Bei jedem Keks, den ich ihm gab, sagte ich: "Die Mama gibt dir jetzt einen Keks..." Ich gebe zu, das war nicht ganz fair, aber immerhin hat es gewirkt. Ich stehe nun auf der gleichen Stufe wie der Papa. Hurra!
Am Wochenende wollen uns meine Eltern besuchen. Falls ihnen nicht noch etwas dazwischen kommt. Wir bleiben gespannt, ihren Besuch haben sie schon öfter angedroht, doch bisher ist noch nie etwas passiert. Mal sehen, wie es diesmal läuft..

Kommentare:

  1. Ach das kenn ich ja irgendwoher :) Ich bin auch der "Nachräumer" der Familie.
    Oft denk ich mir :"Nee und diesmal lässt Du seinen Sche*** liegen"

    Kann ich aber dann doch nicht weil es mich nervt!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich hab das auch immer wieder vor. Aber mich ärgerts dann auch, wenn alles im Weg liegt, deswegen räume ichs dann selber wieder weg. Eigentlich blöd, aber wohl irgendeine Art Reflex ;)

      Löschen
  2. Haha auch wenn ich keine Kinder hab kenne ich das mit dem Nachräumen bei meinem Freund zu gut. Wenn er dann am Wochenende endlich mal wieder zu Hause ist bleibt alles stehen wo es gebraucht wird. Leere Flaschen und und und :D Das bringt mich manchmal auf die Palme! Und für die Sache mit deinen Eltern viel Glück! Mutsch hat sich auch bei mir angekündigt glaub aber nicht so sher dran...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das mit den Flaschen ist hier ganz genauso! Da wird ausgetrunken und die leere Flasche stehen gelassen. Und ich räum die dann wieder auf und hol eine neue..die wieder jemand anders austrinkt. Ein Teufelskreis ;)
      Danke, ich werde berichten, wie es dann mit meinen Eltern lief :) ich hoffe, bei euch klappts auch!

      Löschen